Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Katharina Lochmann Dorina Maltschewa

Lesia Mackowycz

Die kanadische Sopranistin schloss ihr Gesangsstudium an der McGill University (Montréal) mit höchster Auszeichnung ab und erhielt ein Stipendium für eine Promotion an der renommierten University of Cincinnati College-Conservatory of Music. Eines der anerkanntesten Künstlerstipendien Kanadas (The Canada Council for the Arts) brachte die Sopranistin an die Musikhochschule Lübeck. Hier schloss sie den Aufbaustudiengang Operngesang bei Prof. James Wagner ebenso mit Auszeichnung ab. Seitdem ist die Sopranistin ununterbrochen weltweit an diversen Theatern engagiert und sang zunächst zahlreiche Partien des Koloraturfachs bis hin zu ihrer gefeierten Sophie (Der Rosenkavalier), Königin der Nacht (Die Zauberflöte) und Blondchen (Die Entführung aus dem Serail), eine Rolle die sie bereits über 40-mal gesungen hat.

In ihren Jahren als festes Ensemblemitglied des Stadttheaters Hildesheim und der Kieler Oper umfasste ihr Repertoire über 50 Rollen. Mit Partien wie Gretel, Adele, Olympia, Musetta, Eliza Doolittle und Rosina begeisterte Lesia Mackowycz das Publikum mit ihrer stimmlichen und darstellerischen Brillanz. Sie sang unter anderem an den Opernhäusern in Shanghai, Toronto, Montréal, Bremen, Bielefeld, Göttingen, Osnabrück, an der Hamburgischen Staatsoper, bei den Eutiner Festspielen und beim Choriner Musiksommer. Die Sopranistin gibt zudem Liederabende, übernimmt solistische Partien in Oratorien und Sinfonien in Europa, China, USA und Kanada. Lesia Mackowycz arbeitete mit renommierten Orchestern zusammen wie The Toronto Symphony Orchestra oder dem Cincinnati Symphony Orchestra.

Bereits während ihres Studiums entwickelte sie ein besonderes Interesse an Barock und Renaissancemusik. Es folgten mehrere Konzerte mit diversen Madrigalen, Motetten und Kantaten in Zusammenarbeit mit dem McGill Early Music Ensemble sowie eine CD-Aufnahme und Inszenierung von Jacopo Peris Oper Euridice, in der sie die Rolle der Daphne interpretierte. In Europa gestaltete sie Rollen wie Morgana (Alcina), Poppea (Agrippina), Amor (L‘Incoronazione di Poppea), Belinda (Dido and Aneas) und Anne in der selten aufgeführten Oper Didon von Demarest. Weitere Konzerte mit dem Barock Ensemble Gli Apassionati und Auftritte beim Roussas Festival in Frankreich mit Des Amis De Stuttgart und mit Händels »Neun Deutsche Arien« sowie Bach und Händelkantaten schlossen sich an. Sie kooperiert mit Dirigenten und Alte Musik-Experten wie Rubén Dubrovsky, Eduardo López Banzo, Reinhard Goebel und Nicholas McGegan.

Auch in der Neuen Musik ist die mehrfach preisgekrönte Künstlerin zu Hause. Hier kommen die enormen Wandlungsfähigkeiten ihrer Stimme, ihre intensive Bühnenpräsenz und ihre Musikalität voll zur Geltung. So wirkte sie in zahlreichen Uraufführungen und zeitgenössischen Opern mit wie Reinhard Febels drei Musiktheaterszenen Frida, Das Gespensterhaus und Raum 17. Bei der MÜNCHENER BIENNALE begeisterte sie zudem in einer der Hauptrollen von Márton Illés’ Die Weiße Fürstin. An der Hamburgischen Staatsoper sang Lesia Mackowycz in der Produktion S.C.H.A.S. (Gerhard Schedl) die weibliche Hauptrolle der Stefanie. 2015 löste Lesia Mackowyczs Interpretation der Titelrolle von Toshio Hosokawas Matsukaze Begeisterung aus.

Lesia Mackowycz freut sich, 2016/2017 als vielgelobte Eliza Doolittle in My Fair Lady erneut auf der Kieler Opernbühne zu stehen.