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Konrad Kästner Frank Scheewe

Luca Scarzella

Der Videokünstler Luca Scarzella studierte Philosophie und arbeitete zwischen 1987 und 1997 regelmäßig mit Studio Azzurro, einer Mailänder Studioproduktionsfirma mit internationalem Ruf für Videokunst. 1998 eröffnete er mit StalkerVideo ein unabhängiges Produktionslabor, in dem er die Arbeit als Regisseur gegen die Entwicklung und Verwirklichung von Videodramaturgien für das Musiktheater eintauschte. 2009 schließlich gründete er Vertov – Video and New Media, eine neue Produktionsstätte, um seine Arbeit fortzusetzen und neue Experimente zu wagen.

Die Erkundung der möglichen Beziehungen zwischen Video und Raum (architektonisch, theatral, museal), die Erforschung einer neuen Art Dramaturgie im Sinne von Video in Verbindung mit der ‚explosiven‘ Sprache synchronisierter Programmierung und neue Dynamiken, die für interaktive Systeme entworfen wurden, zusammen mit einer stärkeren und engeren Verbindung zwischen Ton und Bild stehen gegenwärtig im Fokus seiner Arbeit und Forschung.

Er arbeitete an großen Opernhäusern und Theatern in Italien, Europa, den Vereinigten Staaten, Australien und Japan. 1993 begann seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Daniele Abbado, mit dem er neue Videotechnologien für Multimedia Performances wie Fiume di musica, Frammenti sull’Apocalisse, Dokumentation nr.1, Majakowskij - l’incidente è chiuso entwickelte. Daneben entwickelten sie auch visuelle Konzepte für Opernwerke wie Tosca (Turin und Osaka), Der Freischütz und Tannhäuser (Roma), Laborintus II (Genova), The Rape of Lucretia (Genua,  Florenz, Reggio Emilia, Sevilla und Madrid), Lohengrin (Bologna und Bilbao), Volo di notte (Florenz), Jr. Butterfly (Tokio), Così fan tutte und Don Giovanni (Verona, Reggio Emilia, Salonicco und Saint Paul-USA).

Mit dem Regisseur Roberto Andé arbeitete er an Opernproduktionen wie Der Kaiser von Atlantis/Ein Überlebender aus Warschau und Der fliegende Holländer (Palermo), Cavalleria rusticana (Turin), Herzog Blaubarts Burg (Neapel), Sette storie per lasciare il mondo (Catania und Rom), Winterreise (Florenz), und in Theaterproduktionen wie Vecchi Tempi (Ert Modena) und Natura morta per i diriti civili (Mittelfest).

Im Opernbereich arbeitete er weiterhin mit Denis Krief, Egisto Marcucci, Franco Ripa di Meana, Francesco Micheli und Damiano Michieletto und Dirigenten wie Carlo Maria Giulini, Claudio Abbado, Myung-Wung Chung und Jeffrey Tate. Andere Zusammenarbeiten beinhalten Projekte mit Studio Azzurro, Giorgio Barberio Corsetti, Moni Ovadia, Walter Pagliaro, Andrée Ruth Shammah und Dominique Pitoiset und mit Komponisten wie Giorgio Batistelli, Luca Francesconi, Michele Tadini, Pietro Milesi, Nicola Sani, Marco Betta, Emanuele Casale, Helmut Oehring und Juste Janulyte. 

Zuletzt schuf er die Videos für Carmen Replay, ein Ballett der Compania Nacional de Danza im Auftrag des Teatro Real de Madrid mit Musik von David del Puerto und zur CHoreographie von Tony Fabre (Teatro de la Universidad Carlo III, Madrid), die Performance-Installation Sandglasses für 4 Cellos, Video und Live-Elektronik, Musik von Juste Janulyte (Vilnius Gaida Festival, Holland Festival, MaerzMusik Berlin, Warsaw Autumn Festival, Festival Musica Strasburg, RomaEuropa Festival, Festival, Sonica Glasgow, Sydney Festival), Conversations with Chomsky mit Musick von Emanuele Casale und Regie von Francesco Micheli (Aperto Festival, Reggio Emilia).

2011 gestaltete er die Videos für Oberon (Theatre du Capitole, Toulouse), Regie von Daniele Abbado, mit dem er 2013 auch für Nabucco am Teatro alla Scala, Mailand und dem Royal Opera House, London zusammenarbeitete. Ebenso zeichnete der für die Videos zu Der Fliegende Holländer, produziert von As.Li.Co in der Regie von Federico Grazzini verantwortlich

Er entwarf Multimdedia-Ausstellungen und Installationen für das Museum des Teatro alla Scala, die »Triennale« und das »Museo del '900« in Mailand, die »Biennale Musica« in Venedig, »Résau Varèse« und das »Ircam« in Paris.

2010 nahm er am »5ten Internationalen Filmfestival« in Rom teil mit seinem Dokumentarfilm Inge Film, einem Portrait der internationalen Verlegerin Inge Feltrinelli.

2011 gewann er als Berater des »Studio Arco« und von »Scape-Architettura« den Internationalen Designwettbewerb mit dem »MEIS, Museo dell'Ebraismo Italiano e della Shoa« in Ferrara, wo er Leiter des Multimedia-Projekts sein wird.

2015 beinhalten seine Projekte: Videoregie für Akhnaten, Oper von Philip Glass (Festival MiTo, Mailand und Turin), Radiance, Musik von Juste Janulyte (Gaida Festival Vilnius, Milano-Musica Mailand, Onassis Culture Centre, Athen), Tosca (Teatro Regio, Turin), Nabucco (Gran Teatre del Liceu, Barcelona).

In Kiel arbeitet er 2016 für Tosca zum ersten Mal.