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Ks. Jörg Sabrowski

Tomohiro Takada

Tomohiro Takada wurde 1976 in Japan geboren. Im Alter von 17 Jahren begann er seine klassische Gesangslaufbahn. 1999 schloss der Bariton sein Gesangstudium an der Musikhochschule Kunitachi in Tokio ab. Nach einer einjährigen Ausbildung am Nikikai Opernstudio beendete er 2001 als Bester seine Magisterklasse an der Musikhochschule Kunitachi (Studiengang Gesang, vor allem deutschsprachige Lieder) und gewann gleichzeitig einen Preis.

Von 2003 bis 2005 beteiligte sich Takada unter der Leitung von Seiji Ozawa an Projekten für Nachwuchssänger als Reservesänger und sang die Rolle des Eisenstein in der Fledermaus von Johann Strauß (2003), Marcello in La Bohème von Giacomo Puccini (2004), und Figaro aus Il barbiere di Siviglia von Gioacchino Rossini (2005). Im Zuge dieser Projekte trat er in den obengenannten Rollen in Japan (Joetsu, Utsunomiya, Kobe) und in China (Tianjin, Shanghai) auf.

Bei einem Opernprojekt für die Jugend auf dem Musikfestival in Matsumoto 2005 sang Takada den Grafen Almaviva in Le Nozze di Figaro von W.A. Mozart. Ein Jahr später sang er dort den Figaro aus Il barbiere di Siviglia von Rossini.

Im Juni und Juli 2007 war Takada als Gastsänger am Staatstheater Stuttgart für die Rolle des Bello in La fanciulla del West von Giacomo Puccini engagiert.

2006 trat er als Solist in Japan bei der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven, beim »Requiem« von Gabriel Fauré und beim »Requiem« von Giuseppe Verdi auf. 2007 ist er dort bei der Aufführung des »Deutschen Requiems« von Johannes Brahms als Solist aufgetreten.

2003 gewann Takada den 2. Preis am Yuai-Wettbewerb für deutschsprachige Lieder. Beim 4. Internationalen Operwettbewerb in Shizuoka wurde er 2005 mit dem Tamaki-Miura-Preis (1. Platz unter den Japanern) ausgezeichnet. Beim 4. Internationalen Operngesangs-Wettbewerb in Nagakute belegte er im Jahre 2006 den 1. Platz.

Takada, der seit 2004 in Deutschland lebt, studierte bisher bei Uwe Heilmann, Heinz Göhrig, Kyoko Akiba, Yasutomo Nozaki, Susumu Matsumoto und Tom Krause.

Seit der Spielzeit 2007/2008 gehört Tomohiro Takada zum Sänger-Ensemble der Kieler Oper. Er sang hier zunächst in der Wiederaufnahme von Wagners Tannhäuser die Partie des Wolfram und gab den Intriganten Falke in der Neuinszenierung von Johann Strauß’ Fledermaus. In dem Ballett Schließe deine Li(e)der war er mit Mahlers Liedern eines fahrenden Gesellen zu hören.

Seitdem war er als Moralès/Dancaïro in Carmen, Ping in Turandot, als Marquis von Posa in Don Carlos und als Fürst Jeletzki zu erleben. In der Spielzeit 2009/2010 war er Fürst Jeletzki in der Wiederaufnahme von Pique Dame und hat außerdem u.a. den Beckmesser in Die Meistersinger von Nürnberg und Guglielmo in Così fan tutte interpretiert. 2011/2012 war er als Marcello in La Bohème sowie als Schlémihl in Hoffmanns Erzählungen und in der Titelrolle von Rossinis Barbier von Sevilla zu erleben.

Bei der Sommeroper auf dem Rathausplatz 2013 wurde er als Graf Luna in Verdis Troubadour gefeiert und war daneben in den letzten Spielzeiten u.a. als Vater Giorgio Germont in Verdis La Traviata, Sharpless in Puccinis Madama Butterfly, Herr Fluth in Die lustigen Weiber von Windsor und als Harlekin in Ariadne auf Naxos zu erleben. Außerdem gastierte er an der komischen Oper Berlin in Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten.

In den letzten Jahren interpretierte er in Kiel die Rolle des Célénus in Jean-Baptste Lullys Atys, die  Titelpartie in Eugen Onegin, den Grafen Almaviva in Die Hochzeit des Figaro, Donner im Rheingold und den Escamillo in Carmen. Außerdem sang er im Philharmonischen Konzert Gustav Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen.

2016/2017 wird er u.a. in Meyerbeers Die Hugenotten und in Rossinis Die Reise nach Reims zu erleben sein.