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Trey McIntyre

Yaroslav Ivanenko

Ballettdirektor und Chefchoreograf

Yaroslav Ivanenko wurde in Kiew geboren und erhielt seine Ausbildung am Nationalen Konservatorium der Künste Kiew. Nach seinem Abschluss wurde er ans dortige Nationaltheater verpflichtet. Es folgten Engagements in Tschechien und der Slowakei. Im Jahr 1998 kam Yaroslav Ivanenko zum Hamburg Ballett, wo er bis Ende 2010 in zahlreichen Solopartien zu sehen war. In dieser Zeit begann er auch seine choreografische Tätigkeit.


Als Choreograf hat Yaroslav Ivanenko seinen eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt, dessen Markenzeichen gleichermaßen athletische Dynamik und neoklassische Eleganz sind. Für seine Choreografien erhielt er mehrfach Preise und Auszeichnungen, z.B. beim Internationalen Wettbewerb Serge Lifar in Kiew oder dem Prix Dom Perignon. Als Choreograf ist er gern gesehener Gast in England, Portugal, Polen, der Ukraine, der Slowakei, Japan, der Türkei und den USA.


Seit der Spielzeit 2011/2012 leitet Yaroslav Ivanenko als Ballettdirektor und Chefchoreograf das Ballett Kiel. In den vergangenen vier Jahren hat er mit seinem Ensemble ein vielfältiges Repertoire erarbeitet. Für Aufsehen sorgten seine Neuinterpretationen bekannter Klassiker: Der Nussknacker (2011/12), Schwanensee (2013/14) und Romeo und Julia (2014/15). Daneben stehen spannende Gemeinschaftsprojekte mit Künstlern anderer Sparten. Im Dezember 2012 setzte er zusammen mit der Oper Kiel Giuseppe Verdis Requiem als Ballett um. Eineinhalb Jahre später, im April 2014, präsentierte er seine Sicht auf Goethes Faust. Ebenfalls auf ein literarisches Sujet geht seine bezaubernde Ballettadaption von Anton Tschechows Drei Schwestern zurück, die zu Kammermusik von Franz Schubert im März 2012 Premiere hatten und noch vier Jahre später im Repertoire der Company sind.


Auch mit dem Schauspiel überschnitten sich Yaroslav Ivanenkos künstlerische Wege. Zusammen mit dem Schauspiel Kiel erarbeitete er im Frühjahr 2012 das Stück Der Fall M.M. über Marilyn Monroes rätselhaften Tod. Einen ähnlichen Ansatz verfolgte auch Mythos Kafka. Hamburger Schauspieler und Tänzer des Ballett Kiel verfolgten in dem Stück das Leben und Schaffen des bekannten Schriftstellers nach. Es wurde im Juni 2015 im Rahmen der Feierlichkeiten zur 25-jährigen Städtepartnerschaft Hamburg-Prag sowie beim Theaterfestival in Kopenhagen aufgeführt.