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Stephanie Theiß Geneviève Tschumi

Kirsi Tiihonen

Die finnische Sopranistin Kirsi Tiihonen beendete 1993 ihr Studium an der Sibelius-Akade­mie mit Liisa Linko-Malmio. Der Gewinn zweier nationaler Gesangswettbewerbe führte zu Zusammenarbeiten mit verschiedenen Orchestern und Chören in ganz Finnland. Nachdem sie erste Preise beim Internationalen Gesangswettbewerb Rio de Janeiro und  beim Inter­na­­tionalen Wettbewerb Mirjam Helin errang, repräsentierte sie Finnland in dem bekannten Gesangs­wettbewerb in Cardiff, gehörte unter dreihundert Teilnehmern zu den wenigen Finalisten und gewann den prestigeträchtigen Liedpreis. Die Auszeichnun­g führte zu Engagements in Norwegen, Island, Polen, Ungarn, Großbritannien, Russland, den Niederlanden, Italien, Frankreich und Südkorea.

An der Finnischen Nationaloper sang sie u.a. Elisabeth (Don Carlos), Donna Anna (Don Giovanni), Leonora (Fidelio), Desdemona (Otello) und in der Uraufführung von Sallinens King Lear. Bald unternahm sie mit der Helmwige in Die Walküre und der Dritten Norn in der Götterdämmerung erste Schritte in das Richard-Wagner-Fach. Es folgten u.a. Elisabeth in Tannhäuser und die Senta im Fliegenden Holländer beim Savonlinna Opera Festival, ihre erste Sieglinde (Walküre) im Staatstheater Braunschweig und später auch in der Finnish National Opera, ihre erste Isolde (Tristan und Isolde) in der Gothenburg Opera und später auch in Leipzig und Puerto Rico, die Brünnhilde (Siegfried) in Essen und die Elsa (Lohengrin) in der Tampere Opera. Außerdem nahm sie an der Japan-Tournee der Deutschen Staatsoper Berlin teil und sang dabei mehrere Rollen im Ring des Nibelungen unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim.

Weitere Höhepunkte ihrer Karriere waren ihre Isolde in Santiago de Chile und auf der Tournee der Norwegischen Oper in Madrid, Leonore (Fidelio) in der Palm Beach Opera und der Berliner Staatsoper, Agathe (Freischütz) und Ellen Orford (Peter Grimes) in Helsinki und Senta in Basel. 

Als Konzertsolistin ist Kirsi Tiihonen u.a. in der Philharmonie von Sankt Petersburg, im Concertgebouw Amsterdam mit Ingo Metzmacher als Dirigenten, in der Londoner Royal Albert Hall im Rahmen der BBC Proms und in der Berliner Philharmonie unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy aufgetreten. Zu ihrem Konzertrepertoire gehören Berliozs Les nuits d'été, Ein deutsches Requiem von Brahms, Verdis Requiem, Brittens Les Illuminations, Dvořáks Stabat mater, The Maiden im Tower und Luonnotar (Die Tochter der Natur) von Sibelius sowie Sallinens Vier Traumlieder.