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1. Philharmonisches Konzert

 Sonntag | 17. September 2017 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag  | 18. September 2017 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss

 

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Ouvertüre zum Trauerspiel Coriolan c-Moll, op. 62 (1807)

Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
2. Violoncellokonzert g-Moll, op. 126 (1966)

Johannes Brahms (1833 – 1897)
3. Sinfonie F-Dur, op. 90 (1883)

Solist Maximilian Hornung (Violoncello)
Dirigent Philippe Bach

 

Der kundige Klassikfreund verbindet mit Beethovens Coriolan-Ouvertüre spontan ein wichtiges Ereignis der deutschen Musikgeschichte: Loriots Debüt als Dirigent der Berliner Philharmoniker, der bei der Jagd nach einer brummenden Fliege versehentlich aufs Dirigentenpult gerät. Insekten spielen in dem Drama, das der Komposition zugrundeliegt, jedoch keine Rolle. Es geht um den Feldherrn Coriolanus, der aus Rom verbannt wird und sich aus Rache Roms ärgsten Feinden, den Volskern, zuwendet. Den Krieg gegen seine Heimatstadt bricht er erst ab, als ihn eine Frauendelegation, allen voran seine Mutter und seine Frau, darum bittet. Für seine Vertonung griff Beethoven nicht auf den Coriolanus von Shakespeare zurück, sondern auf die Version des Wiener Tragikers Heinrich Joseph von Collin.

Für Dmitri Schostakowitsch, der in der Sowjetunion sehr unter staatlicher Repression zu leiden hatte, war das »Tauwetter« nach Stalins Tod eine Zeit der Rehabilitierung. 1957 wurde er zum Ersten Sekretär des Komponistenverbandes der russischen Sowjetrepubliken gewählt, 1960 als Mitglied in die KPdSU aufgenommen, 1962 in den Obersten Sowjet gewählt. Bei einem Festkonzert im Moskauer Konservatorium anlässlich seines 60. Geburtstages wurde 1966 sein 2. Violoncellokonzert uraugeführt. Der Solist und Widmungsträger war – wie bereits beim 1. Cellokonzert – Mstislaw Rostropowitsch.

»Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel! – Wie ist man von Anfang bis zu Ende umfangen von dem geheimnisvollen Zauber des Waldlebens! Ich könnte nicht sagen, welcher Satz mir der liebste.« So schwärmte Clara Schumann in einem Brief an Johannes Brahms, nachdem sie dessen 3. Sinfonie zum ersten Mal gehört hatte. Das Hauptthema des 1. Satzes sei, so Brahms, »dem  Berchtesgadener Jodler wörtlich abgelauscht.«

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

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Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2017/18) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

 

Hintergrundfoto © Marco Borggreve