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2. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 22.10. 11:00 Karten
Mo 23.10. 20:00 Karten

Sonntag | 22. Oktober 2017 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag  | 23. Oktober 2017 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss


Alban Berg (1885–1935)
Drei Orchesterstücke, op. 6 (1930)

Antonín Dvořák (1841–1904)
Violinkonzert a-Moll, op. 53 (1883)

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
3. Sinfonie Es-Dur, op. 55 (1804) Eroica


Solistin Hyeyoon Park (Violine)
Dirigent Andreas Hotz

 

Fünfmal fällt der große Holzhammer im letzten der Drei Orchesterstücke von Alban Berg. Eine unüberhörbare Referenz an Gustav Mahler, der im Schönberg-Kreis allgemein und besonders bei Berg in höchsten Ehren stand. Die Entstehung dieser großen Partitur ist einer Standpauke Arnold Schönbergs zu verdanken, der seinem Schüler vorhielt, sich zu sehr im Kleinformat zu bewegen. Alban Berg nahm sich die Kritik zu Herzen und setzte sich an die Arbeit, die er Schönberg 1914 zum vierzigsten Geburtstag widmete.

Wie schnell es mit der Karriere aufwärts gehen kann, wenn man gute Beziehungen hat und den Nerv der Zeit trifft, durfte Antonín Dvořák erleben. 1877 kam er auf Vermittlung von Eduard Hanslick in direkten Kontakt mit Johannes Brahms. Der vermittelte ihn an den Verleger Fritz Simrock, der bei Dvořák 1878 die Slawischen Tänze, op. 46 in Auftrag gab. Deren Veröffentlichung löste weltweit ein regelrechtes Dvořák-Fieber aus. Dieselben folkloristischen Zutaten, welche die Slawischen Tänze zum Renner machten, prägen auch Dvořáks Violinkonzert, das Simrock 1879 in Auftrag gab. Dass es erst viereinhalb Jahre später auf die Konzertbühne kam, ist den Änderungswünschen Joseph Joachims geschuldet, der als beratender Geiger an der Entstehung beteiligt war.

Um zu verstehen, wie epochal die Musik Beethovens in die Musikgeschichte hineinfuhr, muss man lesen, wie sich ein Musikschriftsteller wie Wilhelm von Lenz 1860 über den Beginn der Eroica äußerte: »Auf die Knie, alte Welt! Du stehst vor dem Begriff der großen Beethoven’schen Symphonie. Haydn, Mozart, ihr unsterblichen Schöpfer des Weltoratoriums und der Weltoper, geht an die Bratsche, schlagt die Pauke im Eroica-Orchester. Hier endigt ein Reich und fängt ein anderes an. Hier liegt die Marke eines Jahrhunderts. Zwei Hiebe schwerer Kavallerie, die ein Orchester spalten wie eine Rübe.«

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

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Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2017/18) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

Hintergrundfoto © Giorgia Bertazzi