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4. Philharmonisches Konzert – JUNIOR

Spielstätte: Kieler Schloss
So 18.12. 11:00 Karten
Mo 19.12. 20:00 Karten

Sonntag | 18. Dezember 2016 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 19. Dezember 2016 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss
      

Paul Dukas
(1865-1935)                    
Der Zauberlehrling (1897)                                    

Claude Debussy (1862-1918)                
Danse sacrée et danse profane pour harpe (1904)        

Ottorino Respighi (1879-1936)                    
Feste romane (1929)                                            

                                
Solistinnen:
Birgit Kaar
(Harfe)
Jennifer Böhm (Rezitation)
Dirigent und Moderator Daniel Carlberg

In Zusammenarbeit mit dem Landesjugendorchester Schleswig-Holstein

 

Wer hat sich nicht schon einmal einen Roboter gewünscht, der das lästige Zimmeraufräumen übernehmen könnte? Ähnliches denkt sich der Nachwuchszauberer aus Goethes Ballade, der kurzerhand einen Besen dazu verzaubert, das Badewasser für seinen Meister heranzuschleppen. Dumm nur, dass der Lehrling den Zauberspruch für den »Stopp-Knopf« seines magischen Helfers vergisst ... Dukas erfand zu diesem verdammt nassen Drama verschiedene Leitmotive, die den Hörer als tönende Wegweiser durch seine Komposition begleiten. Das hüpfende Besen-Motiv vertraute er vor allem den Fagotten an, vielleicht, weil er in dem langen Holzblasinstrument einen verzauberten Besenstiel vermutete. Auf alle Fälle fluten aus dem musikalischen Sog seines Scherzos derart mitreißende Wassermassen, dass es möglicherweise keine schlechte Idee wäre, unter der Konzertkleidung eine Badehose zu tragen.   

Die Harfe, stolzes Instrument des Jahres 2016, genießt einen himmlischen Ruf und beeindruckt neben ihrem perlenden Klang auch durch ihr Erscheinungsbild. Schließlich ist sie eines der größten und schwersten Orchesterinstrumente. Debussys »Geistlicher und weltlicher Harfen-Tanz« waren genau genommen Werbemusik, denn sie entstanden als Kompositionsauftrag der Firma Pleyel, die mit Debussys Hilfe ihre chromatische Harfe gegen die übliche Doppelpedalharfe durchsetzen wollte. Gut, dass man diese Tänze heutzutage auch auf der Doppelpedalharfe spielen kann, denn die chromatische Harfe konnte Spieler und Publikum nicht überzeugen, ganz im Gegensatz zu den geheimnisvollen Tempeltanz-Klängen des Danse sacrée und dem beschwingten Walzer des Danse profane.

Im Dezember bereits vom Sommerurlaub in Italien träumen? Respighis Feste romane machen's möglich, denn in ihnen verewigte der Komponist vier römische Feste derart anschaulich, dass man im 1. Satz meint, mittels einer Zeitmaschine direkt neben dem antiken Kaiser Nero im Circus Maximus zu sitzen. Damals mussten dort verfolgte Christen gegen wilde Tiere kämpfen, doch in Respighis grandios dahinstürmender Musik kann man trotz des Gebrülls der Löwen noch den standhaften Choralgesang der Todgeweihten erlauschen. Der 2. Satz skizziert hingegen den Marsch ermüdeter Pilger, die beim Anblick der »heiligen Stadt« zu jubeln beginnen, worauf ihnen sämtliche Glocken Roms zu antworten scheinen. Das Schellengeläute und die Jagdhornmelodie des 3. Satzes beweisen, dass es nicht nur auf dem Münchner und dem Kieler Oktoberfest lustig zugeht, während sich beim abschließenden Fest zu Ehren der Hexe Befana Trompeten und »Leierkästen« mit furiosen Saltarello-Melodien eine feurige Klangschlacht liefern.

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2015/16) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

 

Hintergrundfoto © Christoph Risch