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4. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 17.12. 11:00 Karten
Mo 18.12. 20:00 Karten

Sonntag | 17. Dezember 2017 | 11 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 18. Dezember 2017 | 20 Uhr | Kieler Schloss

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Sinfonie C-Dur, KV 338 (1781)

Krzysztof Penderecki (*1933)
Konzert für Klarinette und Kammerorchester (1996)

Antonín Dvořák (1841 – 1904)
7. Sinfonie d-Moll, op. 70 (1885)


Solistin Sharon Kam (Klarinette)
Dirigent Nicholas Milton

 

»Ich schwöre ihnen bey meiner Ehre daß ich Salzburg und die ihnwonner – ich rede von gebohrnen Salzburgern – nicht leiden kann; – mir ist ihre sprache – ihre lebensart ganz unerträglich.« Der Frust war groß bei Wolfgang Amadeus Mozart, als er 1779 nach längerer Abwesenheit in seine Heimatstadt zurückkehrte. Eine Anstellung hatte die vorangegangene Bewerbungsreise nicht erbracht. Dafür hatte er in Paris und mehr noch in Mannheim erfahren, was alles mit einem Orchester möglich ist. Die Sinfonie KV 338 ist die letzte, die in Salzburg entstand, bevor Mozart 1881 buchstäblich mit einem »Tritt in den Hintern« aus erzbischöflichen Diensten entlassen wurde.

Wer Filme wie Der Exorzist oder Shining kennt, der hat auch schon – vielleicht ohne es zu wissen – Musik von Krzysztof Penderecki gehört. Eiserne Avantgardisten konnten es ihm nie verzeihen, dass er sich von der Klangwelt eines Stockhausen oder Nono verabschiedete, um sich der Tradition zuzuwenden. Helmut Lachenmann sprach abfällig vom »Herrn Penderadetzky«, der die »tonalen Paarhufer« anführe. 1992 entstand das Konzert für Flöte und Kammerorchester, das Penderecki drei Jahre später für Klarinette bearbeitete. Sharon Kam brachte diese Version 1996 in Prag zur Uraufführung.

»Ich wollte Ihnen nur sagen, daß ein Künstler auch ein Vaterland hat, für welches er eben auch festen Glauben und warmes Herz haben muß«, ließ Antonín Dvořák seinen Berliner Verleger Simrock wissen, als dieser bei der Drucklegung der 7. Sinfonie den Namen eingedeutscht als »Dvorak« drucken wollte. Die Episode bietet einen Abglanz jenes Sprachenstreits, den die tschechische Nationalbewegung auslöste. Für sein Vaterland war Dvořák international als Kulturbotschafter unterwegs. 1884 ernannte ihn die London Philharmonic Society zum Ehrenmitglied und erteilte den Auftrag zur Komposition eines sinfonischen Werks – Dvořáks Opus 70.


 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2017/18) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

 

Hintergrundfoto © Maike Helbig