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6. Philharmonisches Konzert – JUNIOR

Sonntag | 18. März 2018 | 11 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 19. März 2018 | 20 Uhr | Kieler Schloss



Sergej Rachmaninow
(1873-1943)
Rhapsodie über ein Thema von Paganini a-Moll, op. 43 (1934)                                                                                           

Bedřich Smetana (1824-1884)                                                               
Die Moldau
(1875)
Šárka (1877)
Aus Böhmens Hain und Flur (1878)
aus dem Zyklus Mein Vaterland (Má vlast)

 

Solist Olli Mustonen (Klavier)
Dirigent und Moderator Georg Fritzsch



Die Moldau
ist wohl das bekannteste Werk von Bedřich Smetana. Und zugleich vielleicht das unbekannteste. Unzählige Male wurde das Stück – oft einzeln – auf Platte eingespielt. Als Paradebeispiel für Programmmusik steht es auf dem Lehrplan des Musikunterrichts in Schulen. Seltener hört man es als Teil jenes sechsteiligen Zyklus symphonischer Dichtungen, in den die Komposition eingebettet ist. Kein Wunder, dass dabei der historische Kontext auf der Strecke bleibt. Der Zyklus Má vlast (Mein Vaterland) ist ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte. Er erzählt davon, wie die tschechische Nation sich selbst (er)fand.
Dazu gehören die nationalen Mythen mitsamt der Erzählung von der Amazone Šárka, die sich wegen der Treulosigkeit des Geliebten am ganzen Männergeschlecht rächt. Dazu gehört die Moldau als mythische nationale Lebensader. Keine lieblich-unschuldigen Landschaftsbilder werden hier gemalt. Es geht um Heimat, ganz im emphatischen Sinne.

»Sollte man nicht die Legende des Paganini aufleben lassen, der seine Seele an den Teufel verkauft, um seine Kunst zu vervollkommnen und eine Frau zu erlangen?« Diesen Vorschlag unterbreitete Sergei Rachmaninow 1937 dem Ballett-Choreographen Michail Fokin. Die Musik dazu lag bereits vor, und zwar in Gestalt jener Rhapsodie für Klavier und Orchester, die der Komponist drei Jahre zuvor über das Thema der Caprice Nr. 24 für Violine solo von Niccolò Paganini geschrieben hatte. In 24 Variationen dürfen sich Solist und Orchester austoben und -singen. Der Teufel bekommt seinen Auftritt in Gestalt des »Dies irae«, jenes mittelalterlichen Hymnus aus der Totenmesse, den nicht nur Rachmaninow,  sondern auch andere Tonsetzer wie Berlioz und Liszt als Chiffre finsterer Mächte in ihre Werke einflochten. Teuflisch gute Musik – und höllisch schwer zu spielen.

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2017/18) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

Hintergrundfoto © Outi Tormala