Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen

7. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 23.04. 11:00 Karten
Mo 24.04. 20:00 Karten

Sonntag | 23. April 2017 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 24. April 2017 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss
    

Ludwig van Beethoven (1770-1827)                            
1. Leonoren-Ouvertüre C-Dur, op. 138 (1807)                    

Thorsten Encke
(*1966)        
Violoncellokonzert (Uraufführung) 
                            
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
4. Sinfonie A-Dur, op. 90 (1833) (Italienische Sinfonie)                   

                
Solist Christian Poltéra (Violoncello)  
Dirigent Georg Fritzsch

 

Beethovens verschiedene Fassungen seiner einzigen Oper Fidelio fallen in eine hinsichtlich seines Schaffens höchst produktive und zugleich »revolutionäre« Zeit, in der er nach neuen kompositorischen Wegen suchte. Der idealistischen Oper, in der es der tapferen Leonore gelingt, ihren Mann Florestan der verbrecherischen Willkür des Gouverneurs Pizarro und damit dem Tod zu entreißen, bescherte Beethovens damalige Experimentierwut ganze vier Ouvertüren. Eines der ideellen Hauptthemen der 1. Leonoren-Ouvertüre ist neben dem politischen Appell das heute vielleicht ebenso idealistisch erscheinende Ideal der treuen Gattenliebe. Während der Ouvertüren-Beginn die verzweifelte Suche Leonores aufgreift, die in einem Zitat der Florestan-Arie »In des Lebens Frühlingstagen« quasi ihr Pendant findet, nimmt der enthusiastische Befreiungsjubel gegen Ende bereits das Happy End der Oper vorweg.   

Thorsten Encke kann für sein kompositorisches Schaffen aus langjähriger eigener Orchestererfahrung schöpfen. 1999 kündigte er seine Stelle als 1. Solocellist des Philharmonischen Orchesters Gera, um sich vermehrt solistischen Aufgaben sowie dem Komponieren zu widmen. 2005 gewann er den Kompositions-Wettbewerb des Pablo Casals Festivals Prades. Daraufhin erhielt er zahlreiche Kompositions-Aufträge, unter anderem vom NDR oder der Staatsoper Hannover, wobei seine Werke häufig von international erfolgreichen Musikern wie Paavo Järvi oder Christian Tetzlaff interpretiert werden. Bereits im Juli 2012 begeisterte Encke das Kieler Publikum mit seinem Orchesterwerk Ströme, und auch das wiederum vom Theater Kiel in Auftrag gegebene Cellokonzert wird von zwei Glaubenssätzen Enckes profitieren: »Musik ist für jeden Menschen ein Raum, in dem sich seine Phantasie völlig frei entfalten kann« und »Verboten ist beim Komponieren nur, was Langeweile erzeugt.«

Im Alter von 21 Jahren unternahm Mendelssohn die klassische Bildungsreise nach Italien, die ihm zahlreiche neue Impulse verschaffte. Man spürt diesen frischen Wind am Schwung, der souveränen Leichtigkeit und der filigranen Klangakrobatik seiner »Italienischen Sinfonie«. Ihr unerhörter rhythmischer Drive verbindet vor allem den ersten und letzten Satz, wobei nicht nur die motorische Energie der Achtelrepetitionen in den Holzbläsern schon zu Beginn ein Feuer entfachen, das sich sonst meist erst in Finalsätzen entzündet. Nach den ruhigeren Mittelsätzen, inklusive einer bewegenden Hommage an seinen kurz zuvor verstorbenen Mentor Goethe, erklingt im Finale schließlich die ersehnte Italianità in Form des Springtanzes Saltarello, der unter Mendelssohns furiosen Händen fast zu einer Tarantella mutierte, für die ein Erlebnis in einer süditalienischen Schenke Pate stand. 

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

PhilharmoNINO – das clevere Angebot für Konzertfans mit kleinen Kindern. Mehr Infos hier!

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2016/17) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

 

Hintergrundfoto © Nikolaj Lund