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7. Philharmonisches Konzert

Sonntag | 8. April 2018 | 11 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 9. April 2018 | 20 Uhr | Kieler Schloss  



Felix Mendelssohn Bartholdy
(1809-1847)
1. Klavierkonzert g-Moll, op. 25 (1831)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Lobgesang
Eine Sinfonie-Kantate nach Worten der Heiligen Schrift, op. 52 (1840)



Solist Alexander Krichel (Klavier)
Solisten N.N. (Sopran), Jihyun Cecilia Lee (Sopran), Kai Kluge (Tenor)
Opernchor des Theaters Kiel
Philharmonischer Chor Kiel
Dirigent Georg Fritzsch


Was Heimat ist, das erfährt einer erst in der Fremde. So erging es Felix Mendelssohn Bartholdy, der im Mai 1830 zu einer zweijährigen Reise aufbrach, die ihn nach Italien, vor allem aber zu sich selbst führen sollte, »damit ich das Ungewohnte kennen und das Gewohnte neu schätzen lerne, kurz, damit ich ein Mensch werde, oder mit anderem Worte, ein Musiker.« Als »Hauptpunkt« dieser Reise empfand Mendelssohn keineswegs die ewige Stadt Rom, in der er acht Monate weilte, sondern die Rückkehr an den Rhein: »denn da merkte ich, dass ich ein Deutscher sei und in Deutschland wohnen wolle, so lange ich es könne.« Auf dem Rückweg machte er in München Station und brachte dort sein Klavierkonzert Nr. 1 zur Uraufführung. Gewidmet ist das spritzige Werk der Pianistin Delphine von Schauroth, die sogar eine Passage zur Komposition beisteuern durfte.

1831 in Rom hatte Mendelssohn das Bedürfnis verspürt, durch die Vertonung von Luther-Liedern einen protestantischen Kontrapunkt zu seiner Umgebung zu setzen. Als 1840 in Leipzig die »vierte Säcularfeier der Buchdruckerkunst« gefeiert wurde, war dies mindestens so sehr ein Reformations- wie ein deutsches Nationalfest und zudem eine Feier liberaler Ideen. Mendelssohn war mit zwei Auftragskompositionen beteiligt: Zunächst wurde am 24. Juni unter freiem Himmel seine Gutenberg-Kantate uraufgeführt. Tags darauf folgte in der Thomaskirche der Hauptfestakt, bei dem der Lobgesang erstmals erklang. Dass zum weltlichen Anlass eine Kantate »nach Worten der Heiligen Schrift« geschaffen wurde, geschah im Geiste eines Nationalbewusstseins, in dem Christlichkeit und Nationalität eng verflochten waren. Der sogenannte Choral von Leuthen (»Nun danket alle Gott«), den Mendelssohn in seinen Lobgesang integrierte, gibt für dieses Miteinander ein besonders geschichtsträchtiges Beispiel ab.

 

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2017/18) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

Hintergrundfoto © Sony Classical