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8. Philharmonisches Konzert

Sonntag | 6. Mai 2018 | 11 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 7. Mai 2018 | 20 Uhr | Kieler Schloss

 

Richard Wagner (1813-1883)
»Vorspiel« und »Liebestod« aus Tristan und Isolde, WWV 90 (1865)                                                      

Richard Wagner (1813-1883)                                                                         
Wesendonck-Lieder, WWV 91 (1862) 

Richard Strauss (1864-1949)                                                  
Also sprach Zarathustra
, op. 30 (1896)


Solistin Wiebke Lehmkuhl (Alt)
Dirigent Georg Fritzsch



»Nun denken Sie meine Musik, die mit ihren feinen, feinen, geheimnissvoll-flüssigen Säften durch die subtilsten Poren der Empfindung bis auf das Mark des Lebens eindringt,um dort Alles zu überwältigen, was irgend wie Klugheit und selbstbesorgte Erhaltungskraftsich ausnimmt, Alles hinwegschwemmt, was zum Wahn der Persönlichkeit gehört,und nur den wunderbar erhabenen Seufzer des  Ohnmachtsbekenntnisses übrig lässt.«Man kann nur ahnen, welche Säfte Richard Wagner sonst noch im Sinn hatte, als er MathildeWesendonck 1859 diese Gedanken zum Wesen seiner Tonkunst unterbreitete. Kurz zuvorhatte er in Luzern die Partitur von Tristan und Isolde beendet. Die Musik zum ersten Akt entstand noch in Zürich, in jenem kleinen, der Wesendonckschen Villa benachbarten Landhaus, das ihm sein Gönner (und Mathildes Gatte) Otto Wesendonck zur Verfügungstellte. Von welcher Muse Wagner während der Arbeit am Tristan geküsst war, legen jene fünf Lieder nahe, die er zeitgleich auf Gedichte von Mathilde Wesendonck schuf.

Als der junge Richard Strauss Tristan und Isolde zum ersten Mal hörte, 1880 im Münchner Hoftheater in Anwesenheit des Komponisten, machte er hinterher im Hause eines Klassenkameraden seinem Unmut Luft, setzte sich an den Flügel und parodierte Isoldes Liebestod als Walzer im Dreivierteltakt. Die Aversion hielt nicht lange an. Strauss wandelte sich zum Wagnerianer, der bis 1896 siebenmal die Bayreuther Festspiele besuchte. Allerdings war im selben Jahr mit der Pilgerei auf den Grünen Hügel Schluss, womöglich auch weil Strauss sich anschickte, den Zarathustra des Wagner-Renegaten Nietzsche in Töne zu setzen: »Denkwürdige Unterredung mit Siegfried Wagner. Zwar unausgesprochene, aber vollzogene Trennung von Wahnfried-Bayreuth«, heißt es in Straussens Schreibkalender. Dass seine große Tondichtung in einem Walzer kulminiert, ist vor diesem Hintergrund gar keine schlechte Pointe.

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

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Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2017/18) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

Hintergrundfoto © Sound & Picture Design