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Richard Wagner

Die Walküre

- mit Übertiteln -, 5 Stunden, Pausen (ca. 30 Minuten) nach dem 1. und 2. Akt
Spielstätte: Opernhaus
So 14.05. 17:00 Karten
Mi 28.06. 18:00 Karten

In eigenen Fesseln gefangen, darf Gott Wotan nicht mehr für sich selbst und seine Machtinteressen kämpfen. Er setzt nun auf die nächste Generation von Menschen und zeugt mit einer Unbekannten das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde. Vom Vater zum Rebellen erzogen und dann allein gelassen, soll Siegmund als »freier« Mensch stellvertretend für Wotan um den maßlose Macht verleihenden Ring kämpfen. Aus der Ferne verfolgt Wotan allerdings weiterhin das Schicksal seines Sohnes und lässt zudem seine Lieblingswalküre Brünnhilde, Tochter von ihm und Göttin Erda, ein wachsames Auge auf seinen Hoffnungsträger werfen. Ehefrau Fricka lässt Wotans Gedankengebäude zusammenstürzen, als sie ihm vor Augen führt, dass der von ihm manipulierte Siegmund alles andere ist als »frei«. Da macht Brünnhilde eine für Wotan vollkommen unerwartete, unvorstellbare Entwicklung: die Verkörperung seines Willens, sein verlängerter Arm, entwickelt einen eigenen Willen, mit dem sie die Zukunft prägen wird!      

Die Walküre, der Erste Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen, gilt als der populärste Teil des Opernzyklus. Musikalische Höhepunkte wie »Winterstürme wichen dem Wonnemond«, der »Walkürenritt« oder »Wotans Abschied und Feuerzauber« verbinden sich mit zwei großen Liebesgeschichten: der Liebe eines Geschwisterpaares und der Liebe zwischen Vater und  Tochter.  

Wiederaufnahme am 14. Mai 2017

 

 

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Die Walküre

»Die Walküre« - ab dem 14. Mai zurück im Opernhaus Kiel

Pressestimmen

Ganz konkret (01.05.2016)

Glückliches Kiel: Nicht einmal zwei Jahrzehnte sind seit dem letzten "Ring" vergangen, da bietet das Opernhaus seinem Publikum schon eine neue Inszenierung des Zyklus an. Wobei die jetzt im Entstehen begriffene Version - das zeichnet sich nach den Premieren  der ersten beiden Teile ab - einen interessanten Kontrast zur vorigen bildet. [...]

Daniel Karasek tritt mit seiner Regie als ein wesentlich konkreterer Erzähler auf. "Das Rheingold" lebt von schönen, bisweilen allzu statischen Bildern und schließt märchenhafte Elemente mit ein. [...] Der erzählerische Duktus der Inszenierung setzt sich in der "Walküre" fort.[...]

Die Solisten hat man in Kiel mit glücklicher Hand gewählt. Thomas Hall singt den Wotan mit resonanzreichem Bariton und mustergültiger Diktion. Jane Duttons Brünnhilde verfügt über eine jubelnde Höhe für die mächtig auftrumpfenden "Hojotoho"- Rufe und die kraftvollen Passagen in der Auseinandersetzung mit Wotan im dritten Akt. Besonders eindrucksvoll ist das Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde besetzt: Bryan Register hat die Meriten eines echten Heldentenors, wenn er die "Wälse"-Rufe mit machtvollem Ton und langem Atem präsentiert; Agnieszka Hauzers expressiver jugendlich-dramatischer Sopran steigert sich durch die drei Akte hindurch bis zu einem herrlich aufblühenden "O hehrstes Wunder!". Bemerkenswert auch die vokalen Visitenkarten, die im "Rheingold" Jörg Sabrowski als Alberich, Fred Hoffmann als Mime und Rena Kleifeld als Erda für ihre nioch folgenden Auftritte abgeben.  Georg Fritzsch lässt die Partitur detailliert ausmusizieren und unterstreicht damit die Tendenzen der Inszenierung zu Konkretion.

Ein vielversprechender Auftakt zu einem "Ring", der im März 2017 mit "Siegfried" fortgesetzt und 2018 mit der "Götterdämmerung" seine Abrundung finden soll.

Die Opernwelt - Gerhart Asche