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Drei Schwestern

Ballett von Yaroslav Ivanenko nach Anton Tschechow zur Musik von Franz Schubert, ca. 2 Stunden, Pause nach dem Ersten Akt

Die Schwestern Olga, Mascha und Irina sind kultiviert, gebildet und haben große Erwartungen an das Leben, das noch vor ihnen liegt. Ihre Hoffnungen richten sich auf den Bruder Andrej und seine mögliche Karriere als Professor, die ihnen eine Rückkehr aus der Provinz in die Großstadt ermöglichen würde. Dort vermuten sie das wahre Leben und die Möglichkeit, ihre Kräfte und Fähigkeiten entfalten und einsetzen zu können. Je stärker sie aber an ihren Lebensträumen und der Vision von einem guten und sinnerfüllten Leben festhalten, umso mehr droht ihnen die Grundlage für deren Verwirklichung zu entgleiten.


Yaroslav Ivanenko hat sich als musikalischen Begleiter Franz Schubert ausgewählt, aus dessen Kompositionen für Kammermusik Auszüge live erklingen werden. Zu hören sein werden u.a. Sätze aus den beiden Klaviertrios sowie aus dem Streichquartett Nr. 14 in d-Moll “Der Tod und das Mädchen”.


Wiederaufnahme: Mittwoch | 11. Februar 2015 | Opernhaus

 

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im 2. Foyer des Opernhauses.

Audio

Werkeinführung in zwei Minuten

ab dem 11. Februar 2015 zurück im Opernhaus

Pressestimmen

Kiels neuer Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko beglückt das Premierenpublikum mit einer Tanzversion des Tschechow-Dramas DREI SCHWESTERN (02.04.2012)

Vor der schön schlichten Kulisse von Oliver Helf ergeben die Schwestern ein verschlungenes Bild: drei einander Verbundene. Irina, die Frische und Fröhliche, lässt Marina Kadyrkulova alsbald fliederfarben (Kostüme: Elisabeth Richter) und mit unbeschwerter Energie über die Bühne toben. Olga, der Lehrerin in kühlem Blau, legt Victoria Lane Green eine kleine Gesetztheit in die ausgedehnte Bewegung. Und Ji Won Kims goldfarbene Mascha lässt stillen Eigensinn in jeder Bewegung spüren. Eine Widerständigkeit gegen den Lauf der Dinge liegt in der Art, wie sie die langen Glieder bewegt, den Körper in jedem Vorwärtsdrängen gleichzeitig zurückhält.

Den mentalen Stillstand der Figuren flicht Ivanenko in komplizierte Schleifen und Drehungen. Die Paare begegnen sich in aufregenden Hebefiguren und die Männer brillieren mit waghalsigen Sprüngen, allen voran Eldar Sarsembayevs Oberst Werschinin und Alexander Abdukarimovs Baron Tusenbach.

Als Motor fungieren die klug gewählten Klavierstücke und das Streichquartett Der Tod und das Mädchen von Franz Schubert, die das aus dem Philharmonischen Orchester rekrutierte Streichquartett um den 1. Konzertmeister Maximilian Lohse und Mzia Jajanidze am Flügel Schuberts Musik sensibel flirren lassen zwischen Schmerz und Lebenswillen, Elegie und Dynamik. Und der Abend schwingt mit, dank einer harmonisch eingespielten Kompanie, die hier auch Raum hatte für das individuelle Potenzial der Tänzer.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Großartige Bilder mit herrlichen Pas de deux und allen Feinheiten überlieferter Tanzkunst (01.04.2012)

Um es gleich am Anfang zu sagen: Dieser Abend mit der Uraufführung der neuesten Kreation des hoffnungsvollen Kieler Ballettdirektors Yaroslav Ivanenko wird zu einem gewaltigen Erfolg. Das durchweg sehr junge Publikum der Uraufführung feiert die neue Kreation Drei Schwestern nach Anton Tschechow mit Musik von Franz Schubert und die junge Truppe lang anhaltend und enthusiastisch.

Dem Choreografen sind wunderschöne und überzeugende Bilder gelungen und seine Truppe bietet herausragend Gutes. Wobei alle Rollen in dem kopfstarken Ensemble dieses Tanztheaterstückes doppelt, wenn nicht gar dreifach besetzt sind. Und dies in einem luftigen Bühnenbild von Oliver Helf und in den Kostümen von Elisabeth Richter. … Alles ist eine abgerundete Ensemble-Leistung.

Ostholstein - Horst Schinzel