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Arthur Schnitzler

Fräulein Else

Es sollte ein unbeschwerter Landurlaub werden, den Else bei ihrer Tante in einem italienischen Kurort verbringen wollte. Ihre Ruhe wird jedoch empfindlich gestört, als sie ein Brief ihrer Mutter erreicht: Else soll Dorsday, einen Bekannten der Familie, der ebenfalls Gast im gleichen Kurhotel ist, um ein Darlehen anpumpen. 30.000 Gulden soll sie herausschlagen, um die Schulden ihres Vaters zu begleichen. Sollte ihr das nicht gelingen, würde der Vater wegen Veruntreuung von Geldern ins Gefängnis gehen müssen. Die ganze Zukunft der Familie lastet auf Elses Schultern. Um die Eltern nicht zu enttäuschen und den Vater zu retten, überwindet sich Else und trägt die Bitte der Mutter dem älteren und reichen Kunsthändler vor. Dorsday schlägt Else einen unmoralischen Deal vor: Er würde das ersehnte Darlehen sofort an die Eltern überweisen, wenn sich Else ihm nackt zeigt. Was nun? Zerrissen zwischen dem Verantwortungsgefühl dem Vater gegenüber, dem eigenen Stolz, der Unerträglichkeit des Angebots und der Ausweglosigkeit ihrer Situation droht Else zu zerbrechen.

Arthur Schnitzlers berühmter Text folgt der Psychologie einer jungen Frau in einer ausweglosen Situation. Ihrem inneren Gedankenstrom folgend, spiegelt er Elses Dramatik und macht den Zuschauer zum geheimen Mitwisser und Komplizen ihrer Entscheidung. Wie weit man für Geld und die Ehre der Familie gehen würde, bleibt ein zeitloser und intensiver Konflikt, mit dem wir die Studiobühne eröffnen.

Premiere  am 27. September 2015

Dauer: ca. 1 Stunde, 15 Minuten (keine Pause) 

Audio

Arthur Schnitzler »Fräulein Else«