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Ödön von Horváth

Kasimir und Karoline

ca. 2 Stunden und 15 Minuten inklusive einer Pause
Spielstätte: Schauspielhaus
Mi 28.06. 20:00 Restkarten
Sa 15.07. 20:00 Karten
So 16.07. 18:00 Karten

München am bitteren Ende der Weimarer Republik. Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und die damit verbundenen sozialen Verwerfungen sind allgegenwärtig. Aber es ist eben auch Oktoberfest und das bedeutet zumindest oberflächlich glitzernde Fassaden, auch wenn der Lack darunter schon deutlich zu blättern beginnt, die menschlichen Abgründe  immer stärker zum Vorschein kommen. Aber egal, man ist schließlich gekommen, um sich zu amüsieren, und zwar auf Teufel komm raus: Fahrgeschäfte, Buden, Eis und Zuckerwatte, ausgelassene Stimmung, Bier und Schnaps fließen in Strömen, die Hemmungen fallen immer mehr und mittendrin: Kasimir und Karoline. Sie will sich amüsieren; er, gerade arbeitslos geworden, ist frustriert. Die beiden streiten und Karoline stürzt sich allein kopfüber ins Vergnügen, begegnet Männern, mit denen sie flirtet und deren Anzüglichkeiten sie ausgesetzt ist. Kasimir trifft unterdessen auf einen alten Bekannten, den Kleinkriminellen Merkl Franz und dessen Freundin Erna. Franz überredet ihn, bei einem Diebstahl mitzumachen. Im Volksfesttrubel begegnen sich Kasimir und Karoline immer wieder, doch bleiben beide am Ende einsam zurück.

Horváths wohl berühmtestes Volksstück verbindet in unnachahmlicher Weise ausgelassene, aber auch brutale Rummelplatzatmosphäre, beißende Sozialkritik und ganz stillen, melancholische Momente miteinander. Zotig-derbe Ausbrüche treffen auf eine poetisch ungeheuer dichter Kunstsprache und mittendrin stehen Figuren, die man in all ihren Sehnsüchten, ihrer Einsamkeit und Tragik so schnell nicht vergisst.

 


Premiere am 3./4. März 2017 im Schauspielhaus

 

 

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Kasimir und Karoline

ab dem 03. März im Schauspielhaus