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Olli Mustonen Wiebke Lehmkuhl

Alexander Krichel

Krichel ….spielt klar und strukturiert, verschattet und verhuscht nichts. Lieber äußerste Klarheit als vager Dunst. Dies alles gelingt, weil Krichel über die Anschlagsvarianten verfügt, die Ravel hier fordert. So meistert man die Geister und raubt ihnen nichts von ihrem Zauber.                                                                                         

Spiegel Online

 

Seit er mit seiner beeindruckenden Debüt-CD für Sony Classical zum ”Nachwuchskünstler des Jahres” beim ECHO Klassik 2013 gekürt wurde, hat der deutsche Pianist Alexander Krichel sich als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten der Gegenwart etabliert. Soeben ist sein viertes und jüngstes Projekt mit Sony Classical, eine Rezital-Aufnahme der wichtigsten Klavierwerke von Maurice Ravel, unter grossem Beifall der Kritik erschienen. Bereits sein vorheriges Sony-Album, eine Einspielung von Rachmaninoffs Zweitem Klavierkonzert mit der Dresdner Philharmonie und Michael Sanderling, hatte 2015 für Begeisterung gesorgt.

Auf sein Debüt mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott 2014 folgte unmittelbar die Einladung zu einem Japan-Debüt mit dem Tokyo Symphony Orchestra. Unter den Engagemens des vergangenen Jahres waren u.a. Debüts mit dem hr-Sinfonieorchester unter Antonio Méndez, dem Orchestra Ensemble Kanazawa und dem Kyoto Symphony Orchestra. In der laufenden Saison kehrt er zu den Bremer Philharmonikern unter Michael Schønwandt zurück, wird Konzerte mit der Polnischen Kammerphilharmonie geben und wird im kommenden Jahr mit den Dortmunder Philharmonikern unter Gabriel Feltz debütieren. Weitere Klavierkonzerte spielte er zuletzt mit Orquesta Filarmónica Nacional de Venezuela, der Königlichen Camerata Rumäniens und mit Festival Strings Lucerne. Zu seinen Kollaborationspartnern gehören Dirigenten wie Andrew Litton, Wojciech Rajski, Taijiro Imori, Ruben Gazarian, Johannes Wildner und Matthias Bamert.

In der Saison 2016/17 gibt Alexander Krichel sein Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg sowie beim Klavier Festival Ruhr und wird darüber hinaus unter anderem in Berlin, Bremen, Esch/Luxemburg Soloabende geben. Im September 2017 steht sein Rezital-Debüt beim Beethovenfest Bonn an. Als Solokünstler trat er zuletzt u.a. im Konzerthaus und der Philharmonie in Berlin, der Laeiszhalle Hamburg, im Herkulessaal und Prinzregententheater München, der Kölner Philharmonie, den Tonhallen in Zürich und Düsseldorf sowie im Wiener Konzerthaus auf. Er war zudem in Tokio und Bukarest zu hören und gastierte beim Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und den Schwetzinger Festspielen, Kissinger Sommer, Piano aux Jacobins, L’ésprit du Piano Bordeaux sowie Ocean Sun Music Festival.

Als Kammermusiker hat Krichel in der vergangenen Saison mit dem Hornisten Felix Klieser zusammengearbeitet, weitere Kammermusikpartner sind Leonard Elschenbroich, Gabriel Schwabe und Kirill Troussov, sowie das Signum Quartett.

Der gebürtige Hamburger begann sein Klavierspiel im Alter von sechs Jahren und wurde mit fünfzehn Vorstudent an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 2007 setzte er seine Studien mit Vladimir Krainev an der Hochschule für Musik, Theater und Medien fort, bevor er zu Dmitri Alexeev an das Royal College of Music in London ging. Von 2012 bis 2015 war Krichel Künstler des stART Förderprogramms von Bayer Kultur. Er ist außerdem Stipendiat der Oscar und Vera Ritter Stiftung, der Berenberg Bank Stiftung, PE Förderungen und der Otto Group.

Abseits des Klaviers begeistert sich Alexander Krichel für Mathematik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen. Er engagiert sich in Projekten, die Kindern und Jugendlichen Zugang zur klassischen Musik verschaffen und setzt sich in der Hospizarbeit in Hamburg ein. Er lebt in London und Hamburg. 

 

 

Foto © Sony Classical