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Kurt Weill

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Text von Bertolt Brecht - mit Übertiteln -

In Mahagonny, der »Netze-Stadt«, soll eine Woche sieben Tage ohne Arbeit bedeuten, im Zentrum der Stadt steht das Hotel »zum reichen Mann«. Eine Stadt der Ruhe und Eintracht, des Genusses und der Freizeit - und des Konsums! Ein Paradies auf Erden in den Augen ihrer Gründer. Doch auch im Paradies gibt es Schlangen ...

In Mahagonny sind es die Verbote, die unzufrieden machen. Angesichts eines drohenden Hurrikans findet Jim Mahoney die Lösung: Gesetzlosigkeit! Von nun an lautet die Devise: »Erstens, vergesst nicht, kommt das Fressen, zweitens kommt die Liebe dran, drittens das Boxen nicht vergessen, viertens Saufen so lang man kann. Vor allem aber achtet scharf, dass man hier alles dürfen darf.« Jetzt gibt es in Mahagonny nur noch ein Verbrechen, nämlich das, kein Geld zu haben!

»Hallo, meine sauberen Herren Brecht und Weill, Ihre Tage dürften wohl ebenfalls so gezählt sein wie die Ihrer Abschaumstadt Mahagonny« stand in der »Zeitschrift für Musik« nach der skandalträchtigen Uraufführung von Mahagonny 1930 in Leipzig zu lesen. Der Kritiker irrte: In Zeiten der »Freizeitgesellschaft« und der Börsenkrisen, in Zeiten, in denen Besitz gesellschaftliche Anerkennung bedeutet, in denen virtuelle Welten zur Realität werden oder umgekehrt die Wirklichkeit »virtualisiert« wird, in denen Gewalt und Gefahr dem Alltag den entscheidenden »Kick« geben sollen, in solchen Zeiten bleibt Mahagonny aktuell!

Premiere am 13. Juni 2015

Audio

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

ab dem 13. Juni im Opernhaus Kiel