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Fame - Das Musical

Songs in englischer, Dialoge in deutscher Sprache
Spielstätte: Opernhaus
Mi 22.11. 19:30 Besetzung Restkarten
Sa 25.11. 19:30 Besetzung Restkarten
Do 21.12. 19:30 Restkarten
So 31.12. 16:00 Karten
So 31.12. 20:00 Karten
Do 04.01. 19:30 Restkarten
Fr 26.01. 19:30 Restkarten
Di 30.01. 19:30 Karten
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Idee und Entwicklung von David DeSilva · Buch von Jose Fernandez
Liedtexte von Jacques Levy · Musik von Steve Margoshes
Titel-Song »Fame« von Dean Pitchford und Michael Gore

Aufnahmeprüfungen an der High School of Performing Arts, New York, 1980: Der junge Nick will unbedingt ein ernsthafter Schauspieler werden, Serena und Joe überhaupt einen Fuß ins Show-Business bekommen, Carmen will als Pop-Star groß rauskommen, Tyrone und Iris erstreben eine Tänzerkarriere, Shlomo, Grace und Goody gründen eine Band. Sie alle werden durch die strenge Schule von Englischlehrerin Mrs. Sherman, Tanzlehrerin Ms. Bell, Musiklehrer Mr. Sheinkopf und Schauspiellehrer Mr. Myers gehen. Viel harte Arbeit – »hard work« – liegt vor ihnen auf dem Weg zum Ruhm – »Fame!« –, der sie alle antreibt …
Liza Minelli, Robert De Niro, Al Pacino, Jennifer Aniston, Ellen Barkin, die Musiker Murray Perahia oder Pinchas Zuckerman – sie alle haben eine Gemeinsamkeit: sie waren Schüler der legendären »High School of Performing Arts«, abgekürzt PA, die durch Alan Parkers Film »Fame – Der Weg zum Ruhm« 1980 weltweit bekannt wurde. »Fame« war einer der großen Kinohits des Jahrzehnts und bekam 2009 sogar ein Film-Remake.
Mit nahezu völlig neuer Musik ging der Stoff 1988 in Miami erstmals über die Musicalbühne, gewann für seine Londoner West End-Produktion 1996 den Laurence Olivier Award als bestes Musical und fand in rund 25 Ländern mit Hits wie »Fame, I’m gonna live forever«, »Dancing on the sidewalk« oder »Bring on tomorrow« ein begeistertes Publikum – drei Jahrzehnte nach seiner Uraufführung nun erstmals auch in Kiel.

Premiere am 29. September 2017

Spieldauer: ca. 2 1/2 Stunden

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: »Fame – Das Musical«

Ab dem 29. September 2017 im Opernhaus

Pressestimmen

Geschickt geschachtelt (02.10.2017)

Ricarda Regina Ludigkeit hat dem Kieler Theater schon eine Reihe rasanter Musical-Inszenierungen beschert. Im Opernhaus ließ sich das Premierenpublikum nun am Freitagabend von ihrer Inszenierung des Musical-Klassikers »Fame« mitnehmen.

Breitbeinig, zackig, die Fäuste gereckt, stehen sie auf der Bühne, eine bunt wuselige Truppe. Die braucht ein paar Minuten Anlauf, aber dann rollt die Musicalmaschine, machen sich Nick, Serena, Tyrone und wie sie alle heißen an der legendären New Yorker High School of Performing Arts auf mit ihren unterschiedlichen Talenten auf den Weg zum Ruhm.

Hans Kudlich hat ihnen eine Bühne gebaut zwischen ramponiertem Klassenzimmer und einer Ahnung Showtreppe und so geschickt geschachtelt, dass die Geschichte problemlos zwischen Ebenen und Episoden hin- und herfliegen kann. Das macht Tempo und die Regisseurin lässt rappen und steppen, a cappella singen oder eine Band spielen. Angetrieben von den Kieler Philharmonikern, die unter Leitung von Moritz Caffier beträchtlichen Groove entwickeln.

... die Geschichte der jungen kreativen Gipfelstürmer macht immer noch Laune. Und wie sie im Bewegungsrepertoire aus dem Cheerleader-Aerobic-Fitnessfundus über die Bühne tanzen, kommt das Achtziger-Musical auch in der Gegenwart der Selbstoptimierung an.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender

Atemlos durch die Nacht (30.09.2017)

Jubeln, Johlen, Jauchzen – gemessen am Schlussapplaus erlebte das Kieler Musiktheater am Freitag eine außerordentlich erfolgreiche Saisoneröffnung. Im Taumel des kreischend gefeierten Events zeigte sich diesmal statt Opern-Glanz eine aufgekratzte, routiniert abgespulte Hymne an Begabung, Ehrgeiz und Streben nach Glamour: »Fame – das Musical« – flüssig in Szene gesetzt von Ricarda Regina Ludigkeit, musikalisch energisch angetrieben von Moritz Caffier und ausgeführt von einer gut gelaunten Sänger-Tänzer-Truppe.

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Im Film, in der Serie, im Musical – die Beweggründe der PA-Aspiranten ähneln sich. Nick beispielsweise will mit ernsthaftem Theaterspiel seine Zuschauer verzaubern. Iris möchte den Wunsch ihrer Eltern erfüllen. Hip-Hopper Tyrone tobt sich im Streetdance aus; der Musiker Shlomo träumt davon, mit Sängerin Carmen einen Hit herauszubringen. Sie und all die anderen Schüler des neuen Jahrgangs vertrauen auf ihr Talent, entfalten ihre Kreativität und sind doch zuerst der Disziplin ihrer strengen Lehrer unterworfen. Genug Konfliktstoff. Doch kleine Affären und große Liebschaften stiften noch mehr Unruhen und Verwirrungen.

Massenhaft Inhalt. Das gibt den Rhythmus vor: rasante Tänze und rasch pulsierende Choreografien, hoch emotionale, lyrische wie dramatische Songs, kurze Episoden, schnelle Szenenwechsel. Von Regisseurin Ricarda Regina Ludigkeit weiß man nach Kiss me Kate, My Fair Lady und Evita: Sie kann Musical und wird das Geschehen fest in den Griff nehmen. Schließlich wuppte sie das Stück bereits in Gelsenkirchen und in Graz. Auch in Kiel animiert sie jetzt ihr hingebungsvolles Ensemble zu achtbaren tänzerischen und sängerischen Leistungen. Und Moritz Caffier hält seine Philharmoniker – denen sich dem Vernehmen nach im Keller eine Rock-Combo angeschlossen hatte – straff zusammen, entfacht hohe Lautstärken und tränkt den Sound mit süffigem Orchesterklang.

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hansen & munk. der kulturblog für kiel und mehr - Christoph Munk

Inneres Feuer und Spielfreude: »Fame – Das Musical« in Kiel (05.10.2017)

Fast 30 Jahre nach der Uraufführung ist »Fame«, so wie hier gespielt, immer noch ein kraftvolles Bühnenereignis. Für den musikalischen Schwung sorgten die Kieler Philharmoniker unter Moritz Caffiers Leitung und dazu kleinere Ensembles, teils aus einem Studio akustisch eingeblendet. Sie bemühten sich mitreißend, dem Leichten auf die Sprünge zu helfen. Die Bühnenshow (Regie: Ricarda Regina Ludigkeit) nutzte gekonnt Stärken der 14 Akteurinnen und Akteure, die für die Schülerschaft standen, und der vier Älteren, die die Lehrkräfte verkörperten. Ein Bühnenhaus mit mehreren Ebenen (Hans Kudlich) mochte dem alten Bau des L.A. nachempfunden sein, das die Schule beherbergte, bevor sie 1984 in ein modernes Gebäude umzog. Zwischen mit Graffitis beschmierten Wänden unten und einer viktorianisch anmutenden Empore boten versetzte Ebenen vielerlei kleinere Spielflächen. Die vielen Treppen ließen sich prächtig bespielen, besonders gekonnt bei einer Stepptanzeinlage mit dem gebürtigen Briten Kevin Perry als Solisten. Grandios auch sein drall erotisches »Can’t keep it down«, mit dem er seinen Joe aus der Bronx ausstattete.

Den Einzelleistungen stehen sehr impulsiv wirkende Ensembles entgegen. Sie zeigen die Vielfalt der Musical-Darsteller, die vom klassischen Ballett über Step- und Breakdance bis hin zum Instrumental- und Schauspielunterreicht geht. Im Solo oder im intensiven Duett, bei Raps und in Prayersongs bis hin zum A-cappella-Chor müssen sie sich bewähren. Kraftzehrend ist das alles, »Hard work« und viel Disziplin nötig, wovon die Inszenierung plastisch erzählt. Doch auch davon, dass alles nur gelingt, wenn, wie hier, das innere Feuer, die Spielfreude über die Rampe kommt. Herausragend sind Salka Weber (Carmen), die ausgelaugt und zerbrochen nach einem frühzeitigen Ende ihrer »Karriere« ihre ehemalige Ausbildungsstätte besucht. Sehr präsent ist auch Anthony Curtis Kirby, der den begabten, aber leseschwachen Tyrone verkörpert. Barbara Wanasek spielt beherzt die vitale Mabel, die ihrer Esslust zuliebe vom Ballett zum Schauspiel wechselt. Auch Leoni Kristin Oeffinger (Serena), Christof Messner (Shlomo) oder Robert Schmelcher (Nick) wären zu nennen, und viele mehr.

nmz online - Arndt Voß