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Schubert und Ravel im Quartett

Impressionismus trifft Romantik: Das Motto des Konzertes ist geblieben, auch wenn es eine Programmänderung zu vermelden gibt. Maximilian Lohse, Su-Yun Lee (Violine), Marie Yamanaka (Viola) und Paul Füssinger (Violoncello) spielen nun Franz Schuberts Streichquartett d-Moll »Der Tod und das Mädchen« sowie Maurice Ravels Streichquartett F-Dur.

Die Uraufführung von Ravels einzigem Streichquartett am 5. März 1904 rief heftige Reaktionen hervor: Debussy war begeistert, Ravels Lehrer Fauré fand einiges zu kritisieren, und die Professoren, die den Rom-Preis vergaben, konnten gar nichts damit anfangen. Deshalb durfte Ravel sich für den Rompreis gar nicht erst bewerben. Das allerdings hatte Konsequenzen: der Direktor wurde entlassen und Fauré wurde sein Nachfolger – was ein Streichquartett nicht alles auslösen kann!

In seinem Streichquartett d-Moll knüpft Schubert thematisch an sein Lied »Der Tod und das Mädchen« nach einem Gedicht von Matthias Claudius an. Im langsamen Satz variiert er die Musik des Todes aus diesem Lied und so erhielt das Quartett seinen Beinamen. Schon Schuberts Malerfreund Moritz von Schwind bemerkte seinerzeit, Schuberts neue Streichquartette seien »von der Art, dass einem Melodie bleibt wie von Liedern, ganz Empfindung und ganz ausgesprochen.«