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Peter I. Tschaikowski

Pique Dame

Oper in drei Akten
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Hermann ist süchtig nach dem Kartenspiel. Und er liebt Lisa. Doch seine Spiellust obsiegt über seine Liebe just in dem Moment, als Lisa ihm die Schlüssel zu ihrem Schlafgemach anvertraut. Denn statt der Verlockung nachzugeben, lauert Hermann Lisas Großmutter auf, um von ihr ein Geheimnis um drei Karten zu erpressen, das dem eingeweihten Spieler jeden Gewinn garantieren soll. Die alte Gräfin hatte in ihrer Jugend ihre Ehre aufs Spiel gesetzt, um von einem Verehrer zu erfahren, um welche Karten es sich dabei handelt. Doch Lisas Großmutter schweigt. Hermann droht ihr mit der Pistole und erschreckt sie damit buchstäblich zu Tode. In einer an Wahnsinn grenzenden Vision erscheint Hermann der Geist der Gräfin und nennt ihm schließlich die drei Karten. Blindlings läuft er zum Spieltisch; Lisa, die begriffen hat, dass Hermanns Sucht seine Liebe erstickt hat, ertränkt sich. Doch der Geist der Gräfin hat Hermann getäuscht: Hermann verliert den Wetteinsatz und bringt sich um. Die durchkomponierte Oper nach dem Vorbild der Grand Opéra, in der sich die intime Liebesgeschichte der Protagonisten mit großen Genreszenen abwechselt, durchzieht ein traurigsüßer Hauch von Melancholie, der auch ein Lebensgefühl von Tschaikowski selbst gewesen sein mag, der im zaristischen Russland als Künstler mit homosexuellen Neigungen immer ein tragischer Außenseiter bleiben musste.

Wiederaufnahme: 27. September 2009
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