Alban Berg
Wozzeck
„Am 21. Juni des Jahres 1821, abends um halbzehn Uhr, brachte der Friseur Johann Christian Woyzeck, einundvierzig Jahre alt, der sechsundvierzigjährigen Witwe des verstorbenen Chirurgus Woost, Johannen Christianen gebornen Otto, in dem Hausgange ihrer Wohnung auf der Sandgasse mit einer abgebrochenen Degenklinge, an welcher er desselben Nachmittags einen Griff hatte befestigen lassen, sieben Wunden bei, an denen sie nach wenigen Minuten ihren Geist aufgab.“
So beginnt ein gerichtsärztliches Gutachten über den Geisteszustand des Mörders Woyzeck. Georg Büchner griff den Fall in einem Dramenfragment auf, Alban Berg wiederum griff für seine zwischen 1914 und 1922 entstandene Oper WOZZECK auf Büchner zurück. Mit einer Spieldauer von nur knapp 100 Minuten stellt WOZZECK eine komprimierte Oper dar. Jede Szene, jeder Akt und damit das Ganze ist als strukturelle Einheit gestaltet - unter Heranziehung alter Formen aus dem Bereich absoluter Musik. Wenn Musik hier „kaputt“ klingt, erzählt sie von Identitätsverlust und zerbrechenden Ichs. Das macht WOZZECK zum Inbegriff der Moderne - bis heute.
Premiere: 06. März 2010
So beginnt ein gerichtsärztliches Gutachten über den Geisteszustand des Mörders Woyzeck. Georg Büchner griff den Fall in einem Dramenfragment auf, Alban Berg wiederum griff für seine zwischen 1914 und 1922 entstandene Oper WOZZECK auf Büchner zurück. Mit einer Spieldauer von nur knapp 100 Minuten stellt WOZZECK eine komprimierte Oper dar. Jede Szene, jeder Akt und damit das Ganze ist als strukturelle Einheit gestaltet - unter Heranziehung alter Formen aus dem Bereich absoluter Musik. Wenn Musik hier „kaputt“ klingt, erzählt sie von Identitätsverlust und zerbrechenden Ichs. Das macht WOZZECK zum Inbegriff der Moderne - bis heute.
Premiere: 06. März 2010

