Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Enrique Ugarte Daniel Carlberg

Georg Fritzsch

Generalmusikdirektor

Seit Beginn der Spielzeit 2003/04 ist Georg Fritzsch Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel. Bevor er sich dem Dirigieren widmete, studierte Georg Fritzsch zunächst Violoncello an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden. Prägend für ihn sollten darauf die Jahre 1984 bis 1988 werden, in denen er als Substitut und später als ständige Aushilfe bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden zahlreiche Erfahrungen für seinen weiteren musikalischen Werdegang sammeln konnte.
Nach dem Violoncellostudium folgte ein Engagement als Solocellist beim Philharmonischen Orchester Gera, parallel dazu begann Georg Fritzsch sein Dirigierstudium in Dresden und Leipzig, das er 1993 abschloss. In diese Zeit fällt auch die entscheidende Begegnung mit Heinz Rögner, der als herausragende Dirigenten- und Lehrerpersönlichkeit seiner Zeit Georg Fritzsch entscheidend beeinflussen sollte, und mit dem ihn bis zu dessen Tod eine intensive künstlerische Freundschaft verband.

1991 ging Georg Fritzsch als Preisträger des Deutschen Dirigentenforums in Halle hervor, 1993 erhielt er das Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung, und nur fünf Jahre später folgte seine Berufung als Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Südwestfalen sowie als Musikalischer Oberleiter des Theaters Hagen. Diese Position hatte er bis zur Spielzeit 2002/03 inne.

Von 2009 bis 2011 war er zusätzlich zu seiner derzeitigen Position in Kiel als Chefdirigent des Tiroler Symphonie Orchesters Innsbruck sowie des Tiroler Landestheaters Innsbruck berufen.

In den letzten Jahren gastierte Georg Fritzsch u.a. in China, Frankreich, Spanien, Polen, Frankreich, Großbritannien, in der Schweiz, den Niederlanden, in Österreich, Tschechien, Belgien, Korea, China, Taiwan, Italien, Israel, den USA, Südafrika, Estland sowie in der Türkei. Er stand u.a. am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, des Staatsorchesters Stuttgart, des Gürzenich Orchesters Köln, der Düsseldorfer Symphoniker, der Staatskapelle Weimar, der Stuttgarter Philharmoniker und der Staatsphilharmonie Nürnberg, der Hamburger wie auch der Münchner Symphoniker. Darüber hinaus wurde er zum Radio-Symphonieorchester Basel, zur Königlichen Philharmonie Flanderns Antwerpen, zum Beijing Symphony Orchestra, zum National Symphony Orchestra of Ireland, zum Taipei Sinfonieorchester und zum National Symphony Orchestra Johannesburg eingeladen. In Dublin war er am dortigen Opernhaus mit Verdis Don Carlos zu hören; er dirigierte beim Woodstock-Mozart-Festival (USA), an der Staatsoper Stuttgart (Elektra, Der Rosenkavalier, Salome, Ariadne auf Naxos), der Staatsoper Hannover (Don Giovanni), am Aalto Theater Essen (Elektra) sowie an der Deutschen Oper am Rhein (z.B. Der fliegende Holländer, Salome und Don Carlos). Weitere Gastverpflichtungen führten ihn mit Puccinis La Bohème und Madama Butterfly sowie mit Bizets Carmen mehrfach an die Dresdner Semperoper.

In der Saison 2015/16 begann Georg Fritzsch in Kiel mit Das Rheingold und Die Walküre Wagners Ring des Nibelungen, dessen Produktion er nach Siegfried 2016/17 in dieser Spielzeit mit der Götterdämmerung  vollenden wird. Neben Dirigaten der oben genannten Strauss-Opern in Stuttgart und Essen konzertierte er u.a. in München und Krakau sowie mit dem Münchner Rundfunkorchester beim Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen. Mit Michael Volle und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin produzierte er im Frühjahr für ORFEO International eine Aufnahme mit Arien aus Opern von Richard Wagner.

Weitere CD- und Rundfunkproduktionen Georg Fritzschs liegen u.a. mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin bei BMG, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin für Deutschlandradio, mit dem Philharmonischen Orchester Kiel bei Querstand und Neos sowie mit der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford und der Philharmonia Hungarica für den WDR vor.

Das Repertoire von Georg Fritzsch umfasst zahlreiche Werke der Konzert- und Opernliteratur aus unterschiedlichen Epochen. Eine besondere Affinität empfindet er für die großen Komponisten der deutschen Klassik und Romantik; für Mozart, Beethoven, Reger, Schubert und Mendelssohn, Bruckner, Wagner, Mahler und Richard Strauss.

Doch auch im Bereich der zeitgenössischen Musik genießt Georg Fritzsch eine hohe Reputation. So leitete er mit großem Erfolg diverse Uraufführungen von Matthus, Franke, Kirchner, Kunad u.v.a. Beachtenswert ist zudem sein Engagement für Cristóbal Halffter, dessen Opern Lázaro und Schachnovelle er zur Uraufführung brachte.

Die stilistische Vielfalt des Dirigenten zeigt sich darüber hinaus in seiner regen Tätigkeit im Crossover-Bereich. Hier arbeitete er mit Künstlern zusammen wie z.B. Jon Lord, der NDR Bigband, den King’s und den Swingle Singers, Klazz Brothers & Cuba Percussion oder auch KARAT, den Prinzen, Suzi Quatro, Stefan Gwildis und Max Mutzke.

Neben seinen zahlreichen Verpflichtungen als Dirigent legt Georg Fritzsch großen Wert auf die Förderung des künstlerischen Nachwuchses. So hatte er von 1999 bis 2003 eine Professur für Dirigieren an der Musikhochschule Tilburg in den Niederlanden inne und leitet seit 2003 regelmässig Dirigierkurse für das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, so auch im Frühjahr 2017 in München. Für die Musikhochschule Stuttgart leitete er im Herbst 2016 einen Dirigierkurs mit dem Schwerpunkt Richard Strauss. Zum Studienjahr 2017 /18 übernimmt Georg Fritzsch eine Professur für Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in München.