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Giordano Bellincampi Andreas Hotz

Nicholas Milton

Mit seinem dynamischen Dirigierstil, musikalischer Überzeugungskraft und herausragenden Interpretationen eines breitgefächerten Opern- und Konzertrepertoires eroberte sich Nicholas Milton eine hervorragende Stellung unter den australischen Dirigenten seiner Generation.

Seit der Spielzeit 2014/15 ist er Generalmusikdirektor und Chefdirigent am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken. Unter seiner Leitung stehen dort Tannhäuser, Der Fliegende Holländer, Peter Grimes, Tosca, Madama Butterfly, Katja Kabanova, Falstaff, Un ballo in maschera, Hänsel und Gretel, Don Giovanni und Die Zauberflöte auf dem Programm.

Als Gast dirigierte er an der Wiener Volksoper sechs Jahre in Folge (La Traviata, Carmen, Hänsel und Gretel, Die Fledermaus, Die Zauberflöte), ebenso an der Komischen Oper Berlin (Hoffmanns Erzählungen, Carmen, Die Fledermaus). Weitere Gastverpflichtungen aus den letzten Jahren umfassen Der Fliegende Holländer in Dortmund, Don Giovanni in Leipzig, La Fanciulla del West und Die Zauberflöte in Innsbruck, Don Pasquale  in Linz, Carmen in Mainz, Tosca an der Opera Australia in Sydney, Die Fledermaus in Stuttgart und Die Zauberflöte in München.

Im Konzertbereich arbeitete er bereits mit Spitzenorchestern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, England, Ungarn, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Asien, u.a. London Philharmonic Orchestra, Konzerthausorchester Berlin, NDR Sinfonieorchester Hamburg und Radiophilharmonie Hannover, SWR Radio Sinfonieorchester Stuttgart, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken, Stuttgarter Philharmoniker, Philharmonisches Orchester Dortmund, Staatsorchester Wiesbaden, Staatsorchester Darmstadt, Orchester des Nationaltheaters Mannheim, Staatskapelle Halle, Bremer Philharmoniker, Philharmonisches Orchester Heidelberg, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Philharmonisches Orchester Freiburg, Bruckner Orchester Linz, Tonkünstler-Orchester, Orchestra della Svizzera Italiana, Sinfonia Varsovia, Orchestre Philharmonique de Nice, Orchestre de Picardie, MAV Orchestra Budapest, Odense Symphony, China National Symphony Orchestra und Taiwan Philharmonic. 2013 begleitete er als Assistent von Mariss Jansons das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam auf einer umfangreichen Tournee durch Europa und die USA.

Seine Laufbahn begann der Australier zunächst als Geiger - er wurde mit 19 Jahren zum jüngsten Konzertmeister Australiens (Adelaide Symphony Orchestra) ernannt und spielte acht Jahre Violine im renommierten Macquarie Trio (Sydney), bevor er sich ausschließlich dem Dirigieren widmete. 2004-10 war er Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie, wo es ihm gelang, das künstlerische Niveau und die Abonnenten- und Besucherzahlen deutlich zu steigern. Bereits seit 2001 ist er Chefdirigent beim Willoughby Symphony Orchestra (Sydney); 2007 kam das Amt des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters des Canberra Symphony Orchestra hinzu. Zudem ist er Chefdirigent des Innviertler Symphonie Orchesters (Österreich).

Seine Studien am Sydney Conservatorium of Music, an der Michigan State University, am Mannes College of Music und an der renommierten Juilliard School of Music schloss Milton mit dem Master in Violine, Dirigieren, Musiktheorie und Philosophie ab. Außerdem promovierte er an der City University New York im Fachbereich Musik. Nicholas Milton wurde von Jorma Panula an der Sibelius Akademie Helsinki gefördert. 1999 kürte ihn »Symphony Australia« zum Dirigenten des Jahres, und er war Preisträger beim »Internationalen Lovro-von-Matacic-Dirigierwettbewerb«. 2001 erhielt er für sein gesellschaftliches Engagement und seine Aktivitäten zur Förderung der Musik die »Australische Jahrhundertmedaille«. Die Michigan State University zeichnete ihn 2014/15 mit dem College of Music Distinguished Alumni Award aus. 2015 gehörte er auf Einladung des australischen Premierministers der Australia-Germany Advisory Group an. 2016 wurde er für besondere Verdienste als Musiker, Dirigent und Künstlerischer Leiter mit der Aufnahme in den Order of Australia (AM) geehrt.

Miltons Diskografie beinhaltet ca. 50 Aufnahmen, darunter Strauss Ein Heldenleben, Bruckner Sinfonie Nr. 8, Prokofjew Sinfonie Nr. 5, Skrjabin Prometheus, Strawinsky Der Feuervogel, Steve Reich City Life, Schubert-Bearbeitungen von Berio, Webern und Maderna, Klavierkonzerte von Rachmaninow, Grieg, Rubinstein, Moszkowski und Mozart und Violinkonzerte von Wieniawski, Vieuxtemps, Conus und John Adams. 2016 war er mit dem Solisten Joseph Moog für eine CD mit Klavierkonzerten von Grieg und Moszkowski in der Kategorie »Best Classical Instrumental Solo« für den Grammy nominiert.