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4. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 17.12. 11:00 Karten
Mo 18.12. 20:00 Karten

Sonntag | 17. Dezember 2017 | 11 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 18. Dezember 2017 | 20 Uhr | Kieler Schloss

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Sinfonie A-Dur, KV 201 (1774)

Krzysztof Penderecki (*1933)
Konzert für Klarinette und Kammerorchester (1996)

Antonín Dvořák (1841 – 1904)
7. Sinfonie d-Moll, op. 70 (1885)

Solistin Sharon Kam (Klarinette)
Dirigent Lutz Rademacher

Einführung am Sonntag wie gewohnt um 10.15 Uhr im Förde-Foyer,
Einführung am Montag um 19.00 Uhr im Konzertsaal

 

Neu: Lutz Rademacher übernimmt für Nicholas Milton

Nachdem der ursprünglich für dieses Konzert vorgesehene Dirigent Nicholas Milton seine Bewerbung um die Position des neuen Generalmusikdirektors am Theater Kiel ab der Spielzeit 2019/20 kurzfristig zurückgezogen hat, wird Lutz Rademacher einspringen und das 4. Philharmonische Konzert dirigieren. Zugleich reiht er sich in die Bewerber für die Position des neuen Generalmusikdirektors ein.

Trotz der Kurzfristigkeit bleibt das Programm zu einem großen Teil bestehen und wird nur leicht abgeändert: anstelle von W.A. Mozarts C-Dur Sinfonie KV 338 wird nun seine Sinfonie A-Dur KV 201 erklingen.

Die 1774 in Salzburg vollendete A-Dur-Sinfonie KV 201 bildet in Mozarts früher Instrumentalmusik einen ganz besonderen Höhepunkt, der ihr bis heute einen Status als Meisterwerk garantiert. Neben filigraner, direkt streichquartettverdächtiger Stimmführungskunst erfreut sie den Hörer mit höchst abwechslungsreicher Unterhaltung, unvergessliche Überraschungseffekte natürlich inklusive. Diese reichen von umgekehrten Echowirkungen und Akzentfoppereien über eine raffinierte Verquickung von galantem Stil und kontrapunktischer Technik bis hin zu den im Finale plötzlich emporschnellenden Klang-Raketen.

Wer Filme wie Der Exorzist oder Shining kennt, der hat auch schon – vielleicht ohne es zu wissen – Musik von Krzysztof Penderecki gehört. Eiserne Avantgardisten konnten es ihm nie verzeihen, dass er sich von der Klangwelt eines Stockhausen oder Nono verabschiedete, um sich der Tradition zuzuwenden. Helmut Lachenmann sprach abfällig vom »Herrn Penderadetzky«, der die »tonalen Paarhufer« anführen würde. 1992 entstand sein ungemein facettenreiches Konzert für Flöte und Kammerorchester, das Penderecki drei Jahre später für Klarinette bearbeitete. Sharon Kam brachte diese Version 1996 in Prag zur Uraufführung.

In den 1880er Jahren, einer heißen Phase der tschechischen Nationalbewegung, war Antonín Dvořák für sein Vaterland international als Kulturbotschafter unterwegs. 1884 ernannte ihn die London Philharmonic Society zum Ehrenmitglied und erteilte den Auftrag zur Komposition eines sinfonischen Werks – Dvořáks Opus 70. Für diese, seine siebte Sinfonie wünschte sich der Komponist nichts weniger, als dass sie »die Welt bewegen« und ihn selbst vom Klischee des oberflächlichen Dorfmusikanten befreien solle. Das beeindruckende Ergebnis dieses Wunsches sind u.a. der leidenschaftliche Grundton des Werks sowie die ausdrucksstarke Thematik und Abschnitte von überraschend großer melancholischer Empfindsamkeit.

 

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2017/18) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

 

Hintergrundfoto © Maike Helbig