Zurück zur Startseite
Ticket Shop
Navigation
Bereichs-Grafik

Inhalt
Paul Dukas, Darius Milhaud, César Franck

8. Philharmonisches Konzert

Solist: Peter Sadlo (Marimba/Vibraphon) | Dirigent: Leo Siberski
Sonntag | 13. Mai 2012 | 11 Uhr | Kieler Schloss
Montag | 14. Mai 2012 | 20 Uhr | Kieler Schloss


Paul Dukas (1865-1935): La Péri
Darius Milhaud (1892-1974): Konzert für Marimba, Vibraphon und Orchester
César Franck (1822-1890): Sinfonie d-Moll

Solist: Peter Sadlo (Marimba/Vibraphon)
Dirigent: Leo Siberski

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Einen beherzten Griff ins Füllhorn der französischen Musik erlauben wir uns im 7. Philharmonischen Konzert. Die Handlung von Dukas’ Ballettmusik LA PÉRI beruht auf einer persischen Legende. Auf der Suche nach der Blume der Unsterblichkeit erreicht der Prinz Iskander das Ende der Welt, wo jene Kostbarkeit von einer schlafenden Fee bewacht wird. Iskander gelingt es, die Blume zu stehlen, doch die Fee erwacht und verführt tanzend den Prinzen, der schon wenig später feststellen muss, dass mit der entschwundenen Fee auch seine Chance auf ewiges Leben für immer verflogen ist. Musikalisch entführt LA PÉRI durch eine raffinierte Mischung impressionistischer Klänge mit einem gewissen exotischen Kolorit in ein orientalisches Märchenreich.
Als Milhaud 1947 sein Konzert für Marimba, Vibraphon und Orchester schrieb, war er längst zu einer internationalen Berühmtheit geworden. In der bewussten Abwendung von der musikalischen Spätromantik, wie sie für die französische Komponistenvereinigung „Groupe des Six“, der auch Milhaud angehörte, typisch war, verzichtete er in diesem wie in den meisten seiner anderen Werke auf ausgedehnte thematische Entwicklungsarbeit und erhob dafür die musikalische Momentaufnahme zur Maxime. Die zahlreichen perkussiv-virtuosen Effekte des Solisten umgab er in diesem Konzert mit einem transparenten Orchestersatz voll kleiner melodischer Figuren, die zur Spielfreude ebenso entscheidend beitragen wie zum Hörgenuss.
César Francks Sinfonie d-Moll zeichnet sich durch eine formidable Verbindung abgewandelter klassizistischer Formen mit einer schwärmerischen Klangsprache und einer oft an Wagner erinnernden Instrumentation aus. Allerdings zeigten sich Francks Zeitgenossen von der geschickten Verquickung der beiden traditionellen Mittelsätze ebenso irritiert wie von dem beständigen harmonischen Schwanken des 1. Satzes oder von Francks Kunstgriff, im Finale beinahe reprisenartig noch einmal verschiedene Themen der vorigen Sätze aufzugreifen. Diese Themen werden freilich nicht nur platt wiederholt, sondern gewinnen in der gewandelten Umgebung teilweise völlig neue Perspektiven, die ihrerseits den Fluss kompositorischer Neuentwicklungen gehörig vorantrieben. Die berüchtigte Kette sich chromatisch hochschraubender Nonenakkorde kurz vor der Coda wurde zumindest von Francks Schülern begeistert als Tor zu einer neuen Epoche gefeiert; ein Tor, durch das später beispielsweise auch Debussy dankbar hindurchschritt, um neue kompositorische Wege zu erkunden.
Teilen Sie ihre Meinung zum Stück 8. Philharmonisches Konzert auf Facebook
QR-Code QR-Code fuuml;r die Seite: /vorschau/orchester/spielzeit/8+philharmonisches+konzert.htm Mit diesem QR-Code können Sie, ein Smartphone mit installierter QR-Code-Lesesoftware vorrausgesetzt, direkt zu der URL springen, von der dieser Internetausdruck erstellt wurde. Beachten Sie bitte, dass die Webseiten dynamisch erstellt wurden und daher die Information des QR-Codes veraltet sein könnte.

Erstellungsdatum: 09. 02. 2012 um 17:30 Uhr.
Suche
Werbung Die Webseite des Theater Kiel wurde durch unsere Sponsoren ermöglicht.sponsored by
Footer