Uns Siegfried
- Uraufführung -Ein rasantes Nibelungendestillat für Kinder und Erwachsene ab 10 Jahren
Sackhüpfen mit Siegfried
"Keine Angst vor großen Epen hat sich Jens Raschke auf die Fahne geschrieben, mal eben die Nibelungensage demontiert und sie auf ein kleines, feines und sehr komisches Stück Theater zusammenschnurren lassen. So war nicht zu überhören, dass auch das Publikum bei der Uraufführung von „Uns Siegfried“ allergrößten Spaß hatte."
"Autor und Regisseur Jens Raschke hat (…) lässig hier und da an einer Strippe gezogen und respektlos bis zum nächsten oder übernächsten Erzählknoten weiter gerippelt, gerupft und aufgedröselt, neu verknüpft und lose hängen gelassen, bis die ganze schöne deutsche Heldensage in sämtlichen Einzelteilen auf einem dem sagenhaften Gemetzel angemessen blutroten Bühnenboden liegt. In Form von allerlei Stoff, Masken, Gespeer und Gedolch oder einem Zapfhahn von der Tankstelle (Ausstattung: Stefani Klie), dessen Verbindung ins 12. Jahrhundert sich wie von selbst erschließt. Darin können Matthias Jaschik und Thomas Bosch alias Romuald der Durchgelauchte und Froweyn der Lümmler nach Lust und Laune herumklauben, Verkleiden spielen, Rollen tauschen."
"So jagen die beiden Schauspieler wild vergnügt durch sämtliche Rollen von einem großmäuligen Teenie namens Siegfried (Matthias Jaschik) über ein irres Drei-Königs-Gespann (Thomas Bosch als Gunter, Gernot, Giselher) zu den konkurrierenden Damen Brünnhilde (Matthias Jaschik) und Kriemhild (Thomas Bosch) und all den Hagens, Alberichs und Mimes. Sie verkleinern große Abenteuer auf Kinderzimmerformat oder vergrößern das Spiel zur Traumvision. (…)"
"Ein rasantes Vergnügen hat Raschke mit seinen beiden grandios befeuerten Schauspielern angezettelt, irgendwo zwischen Monty Python und Kinderspiel. Das rumpelt so turbulent wie trashig, kalauert, was das Zeug hält, gönnt sich Exkurse in die Theatermacherei („Pantomime!“) und legt in der Legende auch mal logische Lücken bloß. (…)"
Dienstag, 2. November 2010
Nibelungenlied als Requisitenschlacht
"Drachentöter, Tarnkappenheld und Frauenbezwinger: Siegfried ist schon ein echter Teufelskerl. Der wackere Recke aus dem Nibelungenlied ist Held eines Stückes für Kinder und Erwachsene, das Autor und Regisseur Jens Raschke schlicht "Uns Siegfried" nennt. Das berühmte Germanenepos hat er mit Witz und dramaturgischem Geschick zu einem rasanten 60-Minuten-Destillat geschrumpft - die Uraufführung im Kieler Werftparktheater war ein voller Erfolg. (…)"
"Inhaltliche Vorkenntnisse zum Nibelungenlied sind nicht vonnöten. (…)"
"Auf handfeste, wenig ehrfurchtsvolle Weise nähern sich Romuald der Durchgelauchte [Matthias Jaschik] und Froweyn der Lümmler [Thomas Bosch] (…) dem Mythos, um dessen zweifelhafte innere Logik wiederholt zu diskutieren. (…) Improvisation ist gefragt und darin liegt die Stärke der beiden Erzkomödianten, die sich in einer wahren Requisitenschlacht die Seele aus dem Leib spielen."
"In atemberaubender Geschwindigkeit wechseln sie die Rollen: Eben noch als liebreizende Kriemhild im Disput mit der wehrhaften Brunhild, sind sie Sekunden später der clevere Gunther oder Siegfried, der dem Schwager dank besagter Tarnkappe beim Schummeln hilft. In einem Mix aus mittelalterlichen Versen und handfester Umgangssprache zünden sie ein Feuerwerk der Spielfreude. Ein hochgradig unterhaltsames Theatererlebnis - auch für die erwachsenen Zuschauer."
Dienstag, 2. November 2010
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