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Gerhard Markson

Max Pommer

Max Pommer wurde 1936 in Leipzig geboren. Seinen internationalen Durchbruch erlebte der Dirigent mit dem »Neuen Bachischen Collegium Musicum«, dessen Gründer er ist, und das er als Leipziger Universitätsmusikdirektor und künstlerischer Leiter von 1978 bis 1987 in der Welt bekannt machte. Die mit internationalen Preisen ausgezeichneten Schallplattenaufnahmen mit diesem Ensemble (u. a. ˜»Deutscher Schallplattenpreis« für die Einspielung der Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach) waren vor der Wiedervereinigung Deutschlands in Europa und in den USA schon lange bestens bekannt und beweisen ihre Zeitlosigkeit auch jetzt noch in den Sendungen der Rundfunkanstalten der Welt.

Von 1987 bis 1991 war Max Pommer Chefdirigent des Leipziger Rundfunk-Sinfonieorchesters. 1990 bis 2003 folgte er einem Ruf an die Musikhochschule des Saarlandes als Professor für Orchestererziehung und Dirigieren. Bereits seit Ende der 1980er Jahre führte ihn seine umfangreiche Tätigkeit als Gastdirigent regelmäßig zu bekannten Orchestern in Europa, Amerika und Asien. Das Mozarteum Orchester Salzburg dirigierte er erstmals zu den Salzburger Festspielen 1991, auf verschiedenen Gastspielen in Spanien und mit großem Erfolg auf einer Nordamerika-Tournee. Langjährige Beziehungen bestehen zum Slowenischen Nationalchor und zur Philharmonie Ljubljana durch Oratorienaufführungen. 2004 leitete Max Pommer die seit W. Mengelberg traditionelle Karfreitagsaufführung der Matthäus-Passion im Concertgebouw Amsterdam. 2008 wurde er als Gastdirigent zum Nagoya Philharmonic Orchestra eingeladen und leitet seitdem regelmäßig renommierte japanische Orchester wie z.B. das Sapporo Symphony Orchestra, Yamagata Symphony Orchestra, Kyoto Symphony Orchestra, Osaka Philharmonic Orchestra sowie das Japan Philharmonic Orchestra.

Bereits ab 1991 arbeitete Max Pommer mit der Hamburger Camerata zusammen, deren künstlerischer Leiter er von 2001 bis zu seinem 75. Geburtstag 2011 war. Er dirigierte den großen Teil der Abonnementskonzerte und gastierte mit diesem Ensemble auch im Ausland und auf Festivals (Schleswig-Holstein Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, MDR-Musiksommer). Unter seiner Leitung spielte das Orchester mehrere CDs für Deutsche Schallplatten Berlin und Arte Nova ein. Zu seinem Abschied von der Hamburger Camerata wurde Pommer für seine vielfältigen Verdienste in der Musik mit der Biermann-Ratjen-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet.

Max Pommers CD-Einspielungen sind vielfältig. Allein für Capriccio spielte er 22 Aufnahmen mit Orchesterwerken von Bach, Händel und Debussy ein. Für Berlin Classics nahm er Mozarts Sinfonien und frühe Opern auf. Das finnische Label Ondine brachte Aufnahmen der sinfonischen Werke der finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara und Kalevi Aho, aber auch Werke von Kurt Weill heraus. Eterna veröffentlichte hingegen Aufnahmen Pommers von Werken zeitgenössischer deutscher Komponisten wie Eisler, Dessau und Schönberg.

Seit April 2015 ist Max Pommer Chefdirigent eines der besten Orchester Japans, des Sapporo Symphony Orchestra.

 

Foto © Yasuo Fujii