Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Alessandra Panzavolta Nele Tippelmann

Serena Sinigaglia

Die Regisseurin Serena Sinigaglia (*1973) studierte Regie an der »Civica Scuola d’Arte Drammatica Paolo Grassi«. 1996 gründete sie die Theatergruppe ATIR (»Associazione Teatrale Indipendente per la Ricerca«), die sie seitdem leitet. Seit 2007 ist sie künstlerische Leiterin des Mailänder Ringhiera Theaters.

Ihr Regie-Weg ist durch vielfältige Richtungen gekennzeichnet. Sie inszeniert Klassiker wie etwa  »Romeo und Julia«, »Lear oder alles über meinen Vater« von Shakespeare, »Die Troerinnen« von Euripides, »Lysistrata« von Aristophanes in Koproduktion mit dem Piccolo Teatro von Mailand und »Bluthochzeit« von Federico García Lorca, übersetzt von Marcello Fois im Barbaricino.

Seit 2001 hat Serena Sinigaglia auch in der Oper Erfolge gefeiert. Zuletzt zu nennen sind hierbei »Pagliacci« (»Der Bajazzo«) von Leoncavallo am Grand Théâtre de Genève, wo sie 2017 auch »Il Giasone« von Cavalli inszeniert hat. 2014 debütierte sie mit »Tosca« im Teatro La Fenice in Venedig, 2012 mit »Carmen« im Sferisterio von Macerata. Sie inszenierte des Weiteren »Don Pasquale« von Donizetti am Landestheater Salzburg, »L'Adelina« von Pietro Generali, beim Rossini Opern-Festival in Pesaro und Massenets »Werther« und Verdis »Falstaff« für die Associazione Lirica e Concertistica Italiana AsLiCo in Mailand.

Neben Monteverdis »Krönung der Poppea« stehen 2019 u.a. »La bancarotta« von Goldoni und die Uraufführung von » Europa Cabaret« am Teatro Stabile Bozen an, »Il nodo« von Johanna Adams mit der Goldenart Production in Rom, »La camera azzurra« (»Das blaue Zimmer«) von Georges Simenon mit der Cooperativa CMC-Nido in Sanremo und »Le valorose« nach Serena Dandini mit der Produktionsfirma Mismaonda in Bologna/ Rom.

Sie inszeniert sehr oft zeitgenössisches Theater, so zum Beispiel: »1943 - Come un cammello in una grondaia« (»1943 - Wie ein Kamel in einer Regenrinne«) nach Briefen der zum Tode verurteilten des europäischen Widerstands, das mit dem UBU-Preis ausgezeichnete »Natura Morta in un fosso« (»Stillleben in einem Graben«) von Fausto Paravidino mit Fausto Russo Alesi, »L‘età dell‘oro« (»Das goldene Zeitalter«) von und mit Laura Curino, »Il grigio« (»Das Grau«) von Gaber / Luporini als Produktion des Piccolo Teatro in Mailand mit Fausto Russo Alesi und die beiden abschließenden Kapitel des Projekts »Incontro con epoche straordinarie« (»Begegnung mit außergewöhnlichen Zeiten«): »1968« und »1989 – crolli« (»Zusammenbrüche«). Ebenso inszenierte sie »La cimice« (»Die Wanze«) von Majakovskij, und »La bellezza e l‘inferno« (»Schönheit und Hölle«) von und mit Roberto Saviano, beides für das Piccolo Teatro von Mailand; »Napoli non si misura con la mente« (»Neapel ermisst man nicht mit dem Verstand«) von Mario Santanelli für das Napoli Teatro Festival 2009 und die RAI. Daneben entstanden Arbeiten wie »Prospettive per una guerra civile« (»Aussichten auf den Bürgerkrieg«) von Hans Magnus Enzensberger, »Settimo« von Serena Sinigaglia im Piccolo Teatro in Mailand im Jahr 2012 , »Ribellioni Possibili« von Luis García-Araus und Javier García Yague als eine ATIR-Produktion und 2013 auch für den UBU nominiert, 2014 der unveröffentlichte Text »Italia Anni Dieci« von Edoardo Erba und der Text »Alla mia età mi nascondo ancora per fumare« (»In meinem Alter verstecke ich mich noch, um zu rauchen«) des französisch-algerischen Dramatikers Rayhana, beides Produktionen des ATIR.
2015 leitete sie das erste theatrale Serienformat in Italien, »6Bianca« von Stephen Amidon, am Teatro Stabile in Turin in Zusammenarbeit mit Scuola Holden, und inszenierte mit »Utøya« von Edoardo Erba mit Arianna Scommegna und Mattia Fabris eine Produktion des  Teatro Metastasio. 2016 folgte mit der Gruppe Artisti Associati »Nudi e crudi« von Alan Bennet und »Tre alberghi« von Jon Robin Baitz am Teatro Stabile del Friuli Venezia Giulia. Ebenfalls 2016 standen noch »32.16« von Michele Santeramo, beim Frühlingsfestival der Theater in Castrovillari an und »Ivan - frei nach den Brüdern Karamazov« als Koproduktion des ATIR und dem Teatro Donizetti Bergamo.
2017 führte sie bei »Rosalyn« von Edoardo Erba Regie, anschließend bei »Die lustigen Weiber von Windsor« von W. Shakespeare am Teatro Bellini in Neapel und bei »Isabel Green« von Emanuele Aldrovandi am ATIR. »Fame mia, quasi un biografie« (»Mein Hunger, fast eine Biografie«) von A. Marchioro und G. Scotti beim AGIDI in Modena und »Macbeth« adaptiert nach Shakespeare von L. Russo am Teatro Stabile in Bozen waren ihre letzten Arbeiten 2018.

Zu ihren zahlreichen Preisen zählen: »Donnediscena« (2005); der »Franco-Enriquez«-Preis (2006); »Hystrio«-Preis für das ATIR für die Qualität und das Engagement des Unternehmens, das im Laufe der Jahre (2006) gezeigt wurden, »Premio Milanodonna« 2007 der Stadtverwaltung von Mailand; Goldmedaille 2007, verliehen von der Provinz Mailand für die von ATIR geförderten Projekte; »Regium Giulii«-Preis 2008 für die beste erste Regie bei der Romanadaption »E tutto fu proposito«; »Premio Milano per il Teatro« 2009 für die beste Produktion (»L'Aggancio«); »Hystrio«-Preis der Provinz Mailand für das Theater Ringhiera / ATIR 2012; die Nominierung für den Premio UBU 2013 mit der Inszenierung »Ribellioni Possibili«, der Kritikerpreis 2014 und der der »Hystrio«- Regie-Preis 2015 sowie der  »Al Maestro« Preis 2017 von Radicondoli.