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1. Philharmonisches Konzert

Sonntag, 2. September 2018 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag, 3. September 2018 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss

 

Richard Strauss

Metamorphosen für 23 Solostreicher (1946)

Vier letzte Lieder (1950)

Eine Alpensinfonie, op. 64 (1915)

 

Solistin Christiane Libor (Sopran)
Dirigent Georg Fritzsch

 


Mit der Musik von Richard Strauss, mit dem Klang der Dresdner Staatskapelle, die auch die Alpensinfonie uraufgeführt hat, bin ich aufgewachsen. Diese Musik in ihrer höchsten handwerklichen Kunst ist mir vertraut, Strauss zu musizieren ist für mich wie »heimkommen«. Die Alpensinfonie war das Hauptwerk des Eröffnungskonzerts meiner ersten Spielzeit in Kiel, deshalb soll sie nun auch am Beginn der letzten stehen.
Georg Fritzsch


Den »Widerschein meines ganzen vergangenen Lebens« nannte Strauss die tief emotionalen, in ihrer filigranen Auffächerung in 23 Einzelstimmen einmalig nuancenreichen Metamorphosen. Der Künstler sah sich am Ende des 2. Weltkriegs vor den Trümmern seiner Geisteswelt, und durch seinen instrumentalen Klage- und Erinnerungsgesang hallen die Zerstörungen von Dresden, Weimar und München. In beständigen Wandlungen zwischen Tradition und avantgardistischer Motiv-Collage entspinnt sich ein kreisendes Spiel isolierter Floskeln, das Schmerz und Hoffnung, Elegie und Wohllaut spannungsreich ausbalanciert und erst am Schluss eine Wendung aus dem Trauermarsch von Beethovens Eroica zum Ziel erhebt.

Ein vielleicht noch persönlicheres Vermächtnis an die Nachwelt bilden Strauss' Vier letzte Lieder nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff. In der harmonisch reichen, allerdings merklich abgedunkelten Opulenz der Spätromantik spannte er den Lebensbogen von der schwärmerischen Atmosphäre des Frühlings über die teils schwerelose Stimmung von Beim Schlafengehen bis hin zur letzten Frage im Abendrot »Ist dies etwa der Tod?«, zu der ein Zitat des Auferstehungsthemas seiner Sinfonischen Dichtung Tod und Verklärung Hoffnung macht.

Strauss' letzte und nicht nur besetzungstechnisch gigantischste Tondichtung erhitzt die Gemüter seit jeher. Ist sie »nur« eine tonmalerische Liebeserklärung an die Garmischer Bergwelt oder nietzschegesättigte Klangphilosophie? Naturalistische »Aufnahme« einer Wanderung, musikgewordenes Auf und Ab des Lebens oder gar Vision des Übermenschentums? Entscheiden Sie selbst, nur eines ist gewiss: Mit der Alpensinfonie erklomm Strauss den Gipfel seiner legendären Instrumentationskunst!

 

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

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Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2018/19) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).