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4. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 16.12. 11:00 Karten
Mo 17.12. 20:00 Karten

Sonntag, 16. Dezember 2018 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag, 17. Dezember 2018 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss


Sergei Prokofjew
Ouvertüre über hebräische Themen
(Orchesterfassung von 1934)

George Gershwin
Klavierkonzert F-Dur (1925)

 

Leonard Bernstein
1. Sinfonie Jeremiah (1944)


Solist Kit Armstrong (Klavier)
Solistin Tatia Jibladze (Mezzosopran)
Dirigent Johannes Willig

 


Bei der Uraufführung des ersten Werks unseres Konzerts 1920 in New York war Klezmermusik außerhalb jüdischer Gemeinden noch ein absolutes Fremdwort. 1918 hatte sich in St. Petersburg das jüdische Ensemble Zimro gegründet, das schon im nächsten Jahr eine Konzertreise in die USA unternahm. Der überwältigende Erfolg des Ensembles in der Carnegie Hall brachte die Musiker wieder mit einem ehemaligen Mitschüler am St. Petersburger Konservatorium zusammen: Sergei Prokofjew, der daraufhin aus einem jiddischen Hochzeitslied und dem Klezmertanz Freilachs das erste »jüdische« Werk für Klarinette, Streichquartett und Klavier schuf.

Ausgerechnet Arnold Schönberg brach eine Lanze für den ewigen Musicalkönig George Gershwin, indem er ihn zu einem »echten Musiker mit Leib und Seele« adelte. Was diesem 1924 mit seiner Rhapsody in Blue noch nicht ganz gelungen war, das meisterte er nur ein Jahr später mit dem umjubelten Concerto in F: nämlich den Sprung aus der Sphäre der »leichten« Musik in die der »ernsthaften«. »Lady Jazz, diese moderne junge Dame, wurde von Gershwin in das klassische Kleid eines Konzerts gesteckt«, freute sich der Uraufführungsdirigent Walter Damrosch über Gershwins schwungvollen sinfonischen Durchbruch.

Alle Sinfonien Leonard Bernsteins handeln von seinem Herzensthema, in dem Bernstein auch das Problem seines Jahrhunderts erkannte: der Krise des Glaubens. So schildert seine ungewöhnlich dichte, emotionsgeladene 1. Sinfonie neben der Intensität der Bitten des Propheten Jeremiah an sein Volk auch die »Stimmung von Zerstörung und Chaos, die durch die heidnische Verderbtheit innerhalb von Priesterschaft und Volk entstand«. Am Ende gipfelt das von Motiven der jüdischen Liturgie durchdrungene Werk in einem Vokalsatz, der erst nach den Wehklagen des Jeremiah ob der Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier zu einem gewissen Trost zurückfindet.

 

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

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Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2018/19) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).

 

Hintergrundfoto © Neda Navaee