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6. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 17.03. 11:00 Karten
Mo 18.03. 20:00 Karten

Sonntag, 17. März 2019 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag, 18. März 2019 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss

 

Ludwig van Beethoven

Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 61 (1806)

5. Sinfonie c-Moll, op. 67 (1808)

 

 

 

Solistin Alina Pogostkina (Violine)
Dirigent Max Pommer

 


Ludwig van Beethoven war immer für eine Überraschung gut. Mit seinem Violinkonzert überrumpelte er nicht nur seinen Solisten Franz Clement, dem er die tintenfrischen Noten erst wenige Stunden vor der Uraufführung in die Hand drückte, sondern ebenso die Zuhörer, die empört ihre erztraditionellen Köpfe schüttelten, als sie gleichsam eine Sinfonie mit obligater Violine vorgesetzt bekamen; ein Werk, das zwar keineswegs auf Virtuosität, sehr wohl aber auf artistische Effekthascherei verzichtet. Auch dessen immense Ideenfülle kam 1806 noch gar nicht gut an, die anrührenden Kantilenen des Larghetto oder das schmissige, mit französischen Jagdstücken liebäugelnde Finalrondo dann schon eher. Doch im wahrsten Sinn des Wortes unerhört blieben natürlich die vier leisen Paukenschläge, die das Konzert statt einer reißerischen Violingeste einleiten.

Dass Beethoven mit seinen »Poch-Motiven« jedoch durchaus am Puls der Zeit war, bewies nur zwei Jahre später das berühmteste Ta-Ta-Ta-Taaaa der Weltgeschichte. Deutungen für dieses Motiv gibt es einige: vom Schicksal, das angeblich an Beethovens Pforte pochte, über eine Goldammer, die es dem Meister in die beinahe tauben Ohren tiriliert haben soll, bis zum Zitat aus einer Cherubini-Hymne, die in der französischen Revolution Berühmtheit erlangte und von dem Schwur handelt, heldenhaft für die Republik und die Menschenrechte zu sterben. Mit Sicherheit ist die energiedurchpulste Fünfte von allen Beethoven-Sinfonien diejenige mit dem deutlichsten Revolutions-Geist. Das wirklich Geniale an dem prominenten Einleitungsmotiv des 1. Satzes sind aber erst seine Veränderungen und die Fortführung bis zum triumphalen Finale. Als rhythmische Urzelle bestimmt es den Charakter des gesamten Werks und bekräftigt in seinen Umwandlungen die Entwicklung vom Dunkel ins Licht, vom c-Moll des Beginns bis zum strahlenden C-Dur des Finales. Neben Beethovens Neunter ist seine Fünfte damit wohl die mitreißendste musikalische Hoffnungsbotschaft, die jemals an eine ganze Menschheit gerichtet wurde.

 

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2018/19) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).


Hintergrundfoto © Nikolaj Lund