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7. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 14.04. 11:00 Karten
Mo 15.04. 20:00 Karten

Sonntag, 14. April 2019 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag, 15. April 2019 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss


Johan Wagenaar
Frühlingsgewalt (1894)
Konzertouvertüre, op. 11

Anders Nilsson
Concerto grosso Nr. 1 für Saxophon-Quartett und Orchester (1995)

Sergei Rachmaninow
2. Sinfonie e-Moll, op. 27 (1908)

 

 

 

Solisten Raschèr Saxophone Quartet
Dirigent Antony Hermus


Johan Wagenaar, unter anderem Domorganist und Direktor des Konservatoriums von Den Haag, war für die Niederländer des 20. Jahrhunderts fast noch bedeutender als Richard Wagner für die Deutschen des Jahrhunderts zuvor. Seine Ouvertüre Frühlingsgewalt folgt zwar keinem außermusikalischen Programm, doch ihr fröhliches Hauptmotiv korrespondiert neben ihrer angeblich niederländischen Färbung hoffentlich ebenso mit der Jahreszeit dieses Konzerts.

In ein ganz anderes Klanggebiet führt uns das Werk des schwedischen Komponisten und Theater- sowie Rockmusikers Anders Nilsson. »Meine Musik beginnt mit der Improvisation«, lautet sein Credo, wobei er durch J. S. Bach auch zu einem bekennenden Polyphoniker wurde. Beides vereint sein Concerto grosso für Saxophonquartett und Orchester auf höchst kreative Art, wobei zu der raffinierten Kombination von freien und festen Elementen Nilssons Streben nach opulenter Klangsinnlichkeit tritt, die vor allem den beinahe orientalisch anmutenden Mittelsatz prägt.

Vielleicht nicht nur wegen der russischen Revolutionswirren zog Rachmaninow mit seiner Familie 1906 für längere Zeit nach Dresden, um in einer Oase der Ruhe endlich seine 2. Sinfonie in Angriff zu nehmen, deren gefeierte Uraufführung zwei Jahre später den traumatischen Misserfolg seiner Ersten vergessen ließ. Gemäß seinem Motto, Musik solle alle Erfahrungen ihres Komponisten spiegeln, schuf Rachmaninow mit seiner Zweiten ein klingendes Epos von architektonischer Wucht und romantischem Timbre, das gleichermaßen Russlands Kultur wie die Seelenzustände ihres Schöpfers zu beleuchten scheint. Dabei werden die ruhigen, großzügig gespannten Melodiebögen immer wieder von leidenschaftlichen Aufwallungen durchbrochen oder mit kraftvollen Fugati kunstvoll kontrastiert. Und dem lyrischen Zauber des 3. Satzes kann sich eh so gut wie niemand entziehen, was gewisse thematische Anklänge in dem amerikanischen Popsong »Never gonna fall in love again« zweifelsfrei beweisen.

 

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

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Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2018/19) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).


Hintergrundfoto © Felix Broede