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8. Philharmonisches Konzert

Spielstätte: Kieler Schloss
So 12.05. 11:00 Karten
Mo 13.05. 20:00 Karten

Sonntag, 12. Mai 2019 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag, 13. Mai 2019 | 20.00 Uhr | Kieler Schloss


Johannes Brahms

1. Klavierkonzert d-Moll, op. 15 (1859)

2. Klavierkonzert B-Dur, op. 83 (1881)

 

 

Solist Gerhard Oppitz (Klavier)
Dirigent Georg Fritzsch


Kein Solist hat in der Zeit meiner Tätigkeit so oft mit den Philharmonikern musiziert wie Gerhard Oppitz. Ihn und Kiel verbindet eine jahrewährende Partnerschaft und Freundschaft. Die Idee mit ihm, als einem der berufendsten Brahms-Interpreten, beide Klavierkonzerte des großen Hamburger Komponisten aufzuführen, kam, nachdem wir gemeinsam alle fünf Beethoven-Konzerte an einem Abend im Kieler Schloss aufgeführt hatten, beim Wein in einem bekannten Kieler Sushi-Restaurant …
Georg Fritzsch


Schon Brahms' erstes Klavierkonzert war ein »Mischling«, denn nachdem sein Versuch, eine Sonate für zwei Klaviere in eine Sinfonie umzuwandeln, misslungen war, glückte ihm ihre Metamorphose in ein sinfonisches Klavierkonzert quasi im Traum. Während der 1. Satz seinen dramatisch gefärbten Charakter wohl dem aufwühlenden Eindruck von Robert Schumanns Selbstmordversuch zu verdanken hat, ist das gefühlvolle Adagio laut Brahms ein Porträt von dessen Frau Clara. Das der Anfangsmelodie unterlegte Messzitat »Benedictus qui venit in nomine Domini« könnte darauf hinweisen, dass diese in dem 23-Jährigen einen »treuen Freund« sah, den eine »höhere Macht geschickt hatte«, um ihr im Unglück beizustehen. Als tröstlich wird man zumindest das folgende Rondo mit seinem vital zupackenden Hauptthema empfinden.

Das zweite Klavierkonzert entstand gut 20 Jahre später als lyrischer Gegenpart des ersten in einer »glücklichen, befriedigten Stimmung«. Der Kritiker Eduard Hanslick bezeichnete es entzückt als eine »Symphonie mit obligatem Klavier«, so harmonisch ergänzen sich hier Solo und Begleitung. Gleichsam einschmelzen in die Gesamtentwicklung wollte Brahms die solistischen Teile, weshalb er sogar auf Kadenzen verzichtete. Der Virtuosität des Konzerts hat dies jedoch keinen Abbruch getan, denn ebenso breit wie seine Ausdruckspalette ist diejenige der spieltechnischen Herausforderungen des Soloparts: unter anderem die gefürchteten Oktavtrillerketten, gegenläufige Arpeggien beider Hände und jede Menge vollgriffiger Akkordsprünge bieten eine ideale »Spielwiese« für den Brahms-Experten Gerhard Oppitz.

 

 

Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Bei diesem Konzert (wie bei allen weiteren Philharmonischen Konzerten der Spielzeit 2018/19) gilt das exklusive Angebot GEMEINSAM BEGEISTERN, bei dem 4 Konzertkarten zum Preis von 3 erworben werden können (bereits gekaufte Karten werden dabei angerechnet).


Hintergrundfoto ©