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Jennifer Haley

Die Netzwelt

Die Zeit: eine nicht allzu ferne Zukunft. An die Stelle des heutigen Internets ist eine technisch optimierte Version getreten – die Netzwelt. Eine virtuelle Realität echter als die Wirklichkeit, in der man sich in fremden Identitäten bewegen und damit die eigenen Grenzen überschreiten kann – körperlich und moralisch. Hier hat der Geschäftsmann Sims seine Domain. Sein »Refugium« ist so perfekt programmiert, dass es an Intensität alles übertrifft. Eine paradiesische Welt, in der Sims Kunden ihre dunkelsten Fantasien ausleben können, scheinbar ohne Konsequenzen im wirklichen Leben. Doch die Polizistin Morris heftet sich auf die Spur des dubiosen Geschäftsmodells. Sie schickt den verdeckten Ermittler Woodnut in die Netzwelt. Dieser jedoch gerät in den Bann der verführerischen Iris und damit immer tiefer in Sims künstliches Elysium.

Das Stück der US-amerikanischen Dramatikerin Jennifer Haley ist so etwas wie der Theatertext der Stunde: Wie real ist die virtuelle Welt? Welche Gesetze gelten dort? Das Strafrecht oder nur der eigene ethische Kompass? Wie verschieben sich die eigenen Wertvorstellungen, wenn jegliche Taten keine sanktionierbaren Folgen haben? Wie ist das Verhältnis von Privatsphäre und Überwachung? Ein fesselnder Krimi in einer Zukunft, die längst sehr nahe ist.  

 

Regie Kristin Trosits
Ausstattung Nina Sievers

 

Premiere 20. Januar 2019 (Studio)