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Andreas Marber

Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn

ca. 1 Stunde (keine Pause)

 

Die trauernde Kapitänswitwe resümiert das Leben ihres Mannes, der bei einer Havarie seines Kreuzfahrtschiffes – zufällig genau an seinem Geburtstag – verstarb. Liebevoll und ein wenig eifersüchtig denkt sie an seinen Freiheitsdrang, sein Fernweh und die seltenen, kostbaren, gemeinsamen Tage zu Hause zurück. Sprung  an Bord eines Luxusliners: Hier gedenkt auch jemand dem Kapitän. Allerdings nicht die Witwe, sondern seine langjährige Affäre. Und seine Todesursache schildert sie ganz anders …

Aus vier verschiedenen Perspektiven beschreibt Andreas Marber das scheinbar glamouröse und beneidenswerte Leben eines Kreuzfahrtkapitäns. Und die vielen Herzen, die für ihn schlagen. Durchwebt von maritimen Chansons, ausgelassenen Songs und sehnsuchtsvollen Balladen erinnern sich vier sehr unterschiedliche Damen an ihr Glück auf See.

In der Spielzeit 2010/2011 haben die Regisseurin Sinja Bohn und Ausstatterin Elisabeth Richter diesen Monolog für die Reihe 17 des Schauspielhauses und die Hotelbar im Kieler Yachtclub eingerichtet. Heute, zehn Jahre später, in einer Zeit, in der man pandemiebedingt kaum mehr Reisen kann, erscheint uns dieses Phantom-Abenteuer so aktuell wie nie. Denn auch in Corona-Zeiten lässt sich die Sehnsucht nach Kreuzfahrtschiffen, Kapitänsdinnern, Wellengang und der großen Liebe nicht einstellen. Nur, dass wir es heute schon fast gewohnt sind, in der Phantasie zu reisen …

Pressestimmen

Zart fließende Melancholie (23.03.2011)

Yvonne Ruprecht singt und spielt diesen Monolog. Sie ist die, die sich verläuft im Gespinst einer Liebe, tiefer als der Ozean, in dem ihr Kapitän versank, und weiter als der Horizont, in den sein Schiff hineinfährt. […]
Locker mischen sich Lieder und Erzählung, kippt das Klischee ins wahre Gefühl und zurück, im Grundton handfest, darüber die Melancholie in zarten Nuancen flirrend. Die Schauspielerin steigert sich und das Publikum in wohlige Wehmut, komisch erotisches Glühen, nagende Eifersucht und alles was sonst noch dazu gehört zur Matrosenliebe.

Kieler Nachrichten - Ruth Bender