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13.01.2021

+++ Streaming-Premiere: »Alice im Wunderland« +++

Das Ensemble des Jungen Theater im Werftpark hat sich im Frühjahr 2020 an eine spannendes Filmprojekt gewagt. Am Sonntag, 24. Januar 2021 feiert der fertige Film »Alice im Wunderland« nach Lewis Carroll um 16.00 Uhr seine Premiere auf unserem YouTube-Kanal. Schauspielerin Patricia Windhab hat das Konzept für den Film erarbeitet, in dem ihre Kolleg*innen einzeln verschiedene Figuren aus Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker »Alice im Wunderland« verkörpern. Wir haben Patricia Windhab zum Film befragt.

 

Wie kamst du auf die Idee, »Alice im Wunderland« als Film mit deinen Ensemblekolleg*innen zu machen?

Als Kind habe ich den Film häufig gesehen. Dadurch ist mir die Geschichte vertraut und sie hat mich im Hinterkopf weiter beschäftigt. Unsere Alice ist sicherlich – so viele Jahre später – deutlich emanzipierter. Godje Hansen spielt sie wunderbar modern. Wir haben mit »Alice im Wunderland« im Lockdown im Frühling begonnen und die Einschränkungen als Chance genutzt: Keine echten Begegnungen führten zum Beispiel zur Greenscreen-Idee. Unser Kollege Gernot Kauer hat dann zeichnerisch die Szenerie geliefert. Bei allen Kolleg*innen stieß die Idee sofort auf offene Ohren: endlich spielen! Und nach und nach kam auch immer mehr Input: Simon Burghart und Sebastian Kreuzer haben nicht nur gespielt, sondern auch die Musik und Soundeffekte erstellt. Und Tim Hofeldt hat dann das restliche Sounddesign übernommen.

Wie liefen die Aufnahmen ab?

Wir hatten Stefan Louisoder als Techniker, der sowohl für den Greenscreen als auch für die Kamera und das Licht zuständig, und in der Postproduktion an den Special Effects beteiligt war. Ich saß beim Dreh weit weg von allen und hatte meinen eigenen Monitor, auf den das Kamerabild live übertragen wurde. Wir hatten also ein richtiges kleines Filmset. Wenn die Kolleg*innen dann vor dem Greenscreen gespielt haben, habe ich aus meiner Ecke die dazugehörigen Dialoge reingerufen und auf Spielrichtungen usw. geachtet.

Was war die größte Herausforderung des Filmprojekts?

Ich musste beim Dreh detailliert und ganz da sein: Wo und in welchem Winkel sitzt ein Blick, eine Hand, eine Spielhandlung oder ein Auftritt. Denn nicht nur die Kontinuität spielte eine Rolle, sondern auch wie der*die nächste Schauspieler*in später dazu geschnitten wird, sodass im fertigen Film ein »normaler« Dialog sichtbar wird. Denn natürlich sollen sich die Figuren im Film anschauen können als hätten sie gemeinsam vor der Kamera gestanden.

Welche Figur der Geschichte ist deine Lieblingsfigur?

Alice. Sie hat eine wundervoll entspannte und humorvolle Art mit Konflikten umzugehen. Wenn sie merkt, dass sie bei ihrem Gegenüber nicht weiterkommt, dann geht sie einfach – da gibt es keinen Stress, sondern einen ruhigen Rückzug. Meine Lieblingsszene ist die der Spielkarten, die miteinander spielen: Sebastian Kreuzer spielt hier gleichzeitig drei Spielkarten.

Was erwartet die Zuschauer*innen? 

Definitiv ist es kein gewöhnlicher Film geworden. Er besteht sowohl aus Spielszenen als auch gelesenen Situationen. Ich hoffe sehr, dass die Leidenschaft, das unermüdliche Engagement und vor allem der Spaß von allen Beteiligten sich auf die Zuschauenden übertragen.

Interview: Astrid Großgasteiger

Der Film ist anschließend eine Woche auf unserem YouTube-Kanal zu sehen und wird am 31. Januar 2021 wieder deaktiviert.