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19.06.2020

+++ Die Spielzeit 2020/21 ist veröffentlicht! +++

Mehr als »Corona-Theater«: Theater Kiel präsentiert Spielplan 2020

Von August bis Dezember sind 19 Premieren in Oper, Ballett, Schauspiel und Jungem Theater im Werftpark geplant – Philharmonisches Orchester Kiel plant unter anderem neun Philharmonische Konzerte bis Juni 2021

Das Teilspielzeitheft August bis Dezember können Sie HIER downloaden, das Konzertheft HIER.
Eine Übersicht über alle Produktionen und Konzerte finden Sie bereits unter https://www.theater-kiel.de/vorschau

Am heutigen Freitag, 19. Juni haben wir unseren Spielplan für die erste Spielzeithälfte 2020/21 – die Monate August bis Dezember – präsentiert, im Konzertbereich bereits für die gesamte Saison. Wir setzen bewusst auf Stücke, die eigens unter Berücksichtigung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln erarbeitet werden, und kreativ mit der Situation umgehen. Um für den weiteren Verlauf der Spielzeit flexibel bleiben zu können, wird der Spielplan für die Monate Januar bis Juni 2021 erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Die Oper Kiel eröffnet die Saison am 22. August mit der Eigenproduktion »Balkonien«, die von Spielleiter Jörg Diekneite und Studienleiterin Bettina Rohrbeck erdacht wurde: Fünf Nachbar*innen auf fünf Balkonen singen von ihren ganz unterschiedlichen Alltagssorgen und Erlebnissen, unterlegt mit Musik von Klassik bis Pop. Die ursprünglich für April geplante frühe Mozart-Oper »Die Gärtnerin aus Liebe« in der Inszenierung von Daniel Karasek kommt in einer kürzeren Fassung mit Erzähler auf die Bühne (12.09.) und ab dem 2. Oktober darf sich die ganze Familie auf ein Wiedersehen mit den Cartoons von Joshua Held freuen: Gemeinsam mit dem italienischen Komponisten Giovanni Sollima und dem Regisseur Pier Francesco Maestrini verwandelt er das Opernhaus für die Uraufführung von »Das Dschungelbuch« in einen Trickfilm-Urwald. Zum Abschluss des Jahres kommen Freunde der Alten Musik auf ihre Kosten: Mit »Il Cambise – Geliebter Feind« gräbt die Oper Kiel ein 300 Jahre vergessenes Werk von Alessandro Scarlatti aus, die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Alessandro Quarta. Szenisch besonders spannend verspricht dabei die Konfrontation von Barockmusik mit den modernen »Urban-Dance«-Kreationen der Choreografin Anja Jadryschnikova zu werden (12.12.).

Das Ballett Kiel eröffnet seine Saison am 19. September mit »Solitär«, einem Tanzabend, der aus während des Shutdowns erarbeiteten Solostücken der gesamten Compagnie zu einem Ganzen zusammengefügt wurde. Das Publikum erwartet die vielleicht bisher persönlichste Choreografie von Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko, da er die Tänzer*innen darin selbst erzählen lässt. Ein Klassiker der Weltliteratur ist dann mit »Das Bildnis des Dorian Gray« von Oscar Wilde ab dem 7. November zu erleben: Der Traum ewiger Schönheit und Jugend, der heute aktueller scheint denn je, in einer getanzten Interpretation, ebenfalls choreografiert von Yaroslav Ivanenko.

Der Liederabend »Max und Moritz – Wir wollen immer artig sein«, erdacht von den Schauspielern und Musikern Marko Gebbert und Zacharias Preen, und in Szene gesetzt von Daniel Karasek, läutet die Spielzeit im Schauspiel Kiel bereits am 15. August ein. Mit zahlreichen Songs von Volkslied bis Rap kommen die berühmten Lausbubenstreiche auf die Bühne im Schauspielhaus, per Livezeichnung verbildlicht vom Kieler Comiczeichner Volker Sponholz. Die ebenfalls für April 2020 geplante Produktion »Die Möwe« schließt sich am 29. August an. Regisseurin Lisa Gappel hat ihre Fassung von Anton Tschechows melancholisch-süßem Sommerdrama so verändert, dass Nähe auch auf Distanz wirkt. Dem viel gespielten Klassiker »Love Letters« von A. R. Gurney nimmt sich wiederum Daniel Karasek ab dem 25. September an: Es ist ein zwischen leichtgängiger Komik und dramatischem Existenzialismus changierender Dialog in Briefen für zwei Schauspieler*innen. Mit Max Frischs »Homo Faber« kommt am 10. Oktober eines der meistgelesenen Werke des 20. Jahrhunderts auf die Bühne im Schauspielhaus, es inszeniert Johannes Ender. Der dialogische Marathon, »Raucher / Nichtraucher« von Alan Ayckbourn, in dem zwei Schauspieler*innen sechs Rollen verkörpern, feiert am 16. Oktober, ebenfalls in der Regie von Daniel Karasek, Premiere. In Pandemie-Zeiten schlägt die Sternstunde der oft unterschätzten Form des Monologs: Regisseurin Annette Pullen nimmt sich mit »Bin Nebenan. Monologe für Zuhause« von Ingrid Lausund einer Sammlung von feinsinnigen Ein-Personen-Stücken an (20.11.). Tags darauf, am 21. November, feiert das diesjährige Weihnachtsmärchen »Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin« von Roland Schimmelpfennig nach Hans Christian Andersen seine Premiere im Opernhaus. Da die beiden Spielzeug-Protagonisten jeweils unabhängig voneinander Gefahren bestehen müssen, um wieder zueinander zu finden, lassen sich die Abstände auf der Bühne dabei kreativ und spielerisch einhalten.

Als besonderes Gastspiel freut sich das Schauspiel Kiel darüber hinaus auf die neue Produktion von Dirk Schäfer: »Hinter den Wölfen!« über die Rückkehr der Wölfe im doppelten Sinne feiert seine Uraufführung am 30. Dezember.

Das Junge Theater im Werftpark setzt zu Beginn der Saison auf vier mobile Monologstücke, die mit tragbarem Bühnenbild überall gespielt werden können. Für ein jugendliches Publikum kommen »Hikikomori« von Holger Schober über das japanische Phänomen des gesellschaftlichen Rückzugs (30.08.),»Die Verwandlung« nach der berühmten Erzählung von Franz Kafka (04.09.) sowie »Das Produkt« von Mark Ravenhill über einen größenwahnsinnigen Filmproduzenten auf die Bühne (24.10.). Kinder ab vier Jahren dürfen sich ab dem 6. September auf den mit sämtlichen Geschlechterklischees aufräumenden Monolog »Piratenmolly, Ahoi! Vom Mädchen, das auszog, Seemann zu werden« von Eva Maria Stüting freuen. Als erste nicht-mobile Produktion feiert am 16. Oktober »Pinocchio« nach dem bekannten Märchen von Carlo Collodi seine Premiere im Saal des Jungen Theaters im Werftpark. Astrid Großgasteiger inszeniert die Geschichte um den Jungen mit der bei Lügen wachsenden Nase als bunten Spaß für die ganze Familie. Eine Fortsetzung gibt es zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit ab dem 21. November auf der Probebühne: Dort heißt es gemeinsam mit Joik aus Lappland wieder für alle ab fünf Jahren: »Winterbacken«.

Das Philharmonische Orchester Kiel unter der Leitung von Generalmusikdirektor Benjamin Reiners lädt in der Spielzeit 2020/21 zu insgesamt neun Philharmonischen Konzerten in den Konzertsaal am Kieler Schloss, der ab dem Herbst 2021 generalsaniert wird. Für die ersten drei Konzerte nimmt jeweils nur eine kleine Besetzung der Kieler Philharmoniker auf dem Podium Platz, um die aktuell gültigen Abstandsregeln einhalten zu können. Das erste und drittePhilharmonische Konzert widmen sich dem diesjährigen Jubilar Ludwig van Beethoven. Im ersten Konzert stellt sich der neue 1. Konzertmeister Dongyoung Lee mit der Violinromanze Nr. 2 als Solist vor, im dritten Konzert zeigt sich erstmals der diesjährige Artist in Residence, der Pianist Fabian Müller, mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 3. Dänische Musik von Carl Nielsen und Hans Abrahamsen steht anlässlich des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres 2020 beim zweiten Philharmonischen Konzert im Fokus. Weitere Konzerthighlights sind das siebte Philharmonische Konzert zum Thema Um-Welt mit dem Alphorn-Solisten Arkady Shilkloper sowie das neunte Philharmonische Konzert, in dem der Ausnahmegeiger Frank Peter Zimmermann sein im März ausgefallenes Kieler Gastspiel mit Schumanns Violinkonzert d-Moll nachholt.

Zwei Con-spirito-Konzerte erwarten das Publikum ebenso wie vier Familienkonzerte, auch die beliebte Reihe Küstenkidskonzerte mit Programmen für unterschiedliche Altersgruppen wird fortgeführt. Nachgeholt werden die Corona-bedingt ausgefallenen Konzerte »Phil ENERGIE« bei den Stadtwerken, das Gesprächs-Kammerkonzert »Philharmonische Debatten« im Landeshaus, »Phil HARMONIE« für Menschen mit Demenzerkrankung und »Phil 3.0« im Computermuseum der FH Kiel. Neu ins Programm kommt das Lunchkonzert »Phil PAUSE« im Ratssaal des Alten Rathauses sowie »Phil ACADEMY« mit den Akademien am Theater Kiel e. V. Alle weiteren Konzerte sowie die jeweiligen Termine sind im Konzertheft sowie in ausführlicher Form online zu finden.

Karten & Abonnements

Der allgemeine Vorverkauf für sie Spielzeit 2020/21 startet am Donnerstag,13. August 2020 um 10.00 Uhr online, telefonisch und an den Vorverkaufskassen, für Abonnentinnen und Abonnenten bereits zwei Tage früher, am 11. August.

Aufgrund der Corona-bedingten Abstandsregelungen pausieren in der Spielzeit 2020/21 alle gewohnten Abonnements. Abonnentinnen und Abonnenten entstehen keine Kosten, die angestammten Sitzplätze behalten für die Spielzeit 2021/22 ihre Gültigkeit. Sollte es während der Saison zu Lockerungen kommen, werden neue kurzfristige Angebote mit Abonnement-Charakter geschaffen. Bis dahin erhalten Abonnentinnen und Abonnenten in der Spielzeit 2020/21 auf alle Karten, die sie für sich selbst erwerben, 20 % Rabatt und genießen ein monatliches Vorkaufsrecht.

Ab 11. August gelten für die Vorverkaufskassen folgende Öffnungszeiten:

OPERNHAUS (nur telefonisch)

dienstags – freitags 10.00 – 19.00
samstags 10.00 – 13.00 Uhr

SCHAUSPIELHAUS (Kassen geöffnet)

dienstags – freitags 10.00 – 19.00 Uhr
samstags 10.00 – 13.00 Uhr

Das Abobüro und das Vorverkaufsbüro im Opernhaus ist aufgrund der Abstandsregeln zunächst nur telefonisch erreichbar.