Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Bettina Rohrbeck, Jörg Diekneite, Ulrich Frey

Balkonien

Ein Hinterhof-Liederabend in kontaktbeschränkten Zeiten

Fünf Balkone, sechs Menschen, viel Musik: Die Oper Kiel  bringt Ihnen mit dem neuen Liederabend »Balkonien« den passenden Soundtrack zur gegenwärtigen, beweglich leider eingeschränkten Zeit auf die Bühne. Fünf sehr spezielle Nachbar*innen – Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufälliger Natur – lassen gesanglich allen ihren Emotionen auf ihren Balkonen freien Lauf, von Arbeitsfrust bis zu Liebeskummer, von Muttersorgen bis zur existenziellen Grundfrage. Das Ganze wird unterlegt von einer sehr breiten musikalischen Palette, die von den klassischen Klängen eines Mozart über deutsche Schlager von Peter Alexander oder Nana Mouskouri bis hin zu coolen Rhythmen von Donna Summer oder Queen reicht.

Freuen Sie sich auf einen wirklich überraschenden Abend im Opernhaus – Bezüge zur aktuellen »Lage der Nation« nicht ganz ausgeschlossen …

Uraufführung: 22. August 2020

Weitere Spieltermine folgen und werden im jeweiligen Monatsspielplan veröffentlicht.
Der Vorverkauf startet immer am letzten Donnerstag eines Monats für den übernächsten Monat, für Abonnent*innen bereits zwei Tage früher, also immer am letzten Dienstag eines Monats.

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: Balkonien

Ab dem 22.08 im Kieler Opernhaus!

Pressestimmen

Unterhaltung zum wohligen Zurücklehnen (24.08.2020)

What a wonderful world: Wenn das subventionierte Stadttheater tatsächlich ein Spiegel der Gesellschaft ist, muss uns in „kontaktbeschränkten Zeiten“ offenbar nicht bange sein um das seelische Gleichgewicht der Nation. Denn was im Kieler Opernhaus bei der bejuchzten Uraufführung vom „Hinterhof-Liederabend“ Balkonien aus den Etagen der rückwärtigen Häuserwände schallt, ist ein hübsch harmloses Idyll. [...] Einen gehobenen Hinterhof in bester Wohnlage hat die Bühnenbildnerin Nadine Baske da gebaut. Und Bettina Rohrbeck, Jörg Diekneite und Ulrich Frey bestücken ihn mit sechs singenden Traumtänzern.

Eineinviertelstündchen Song-Unterhaltung zum wohligen Zurücklehnen. Und zur Freude an kleinen ironischen Brechungen in Schlagern und Popsongs der Hit-Kategorie.

Kieler Nachrichten - Christian Strehk

Vielfältiges deutsches und internationales Liedgut (24.08.2020)

Der Blick in den Hinterhof ruft viele Gefühle wieder hervor, die man während der strengen Beschränkungen hatte. Der Bewegungsradius ist auf wenige Quadratmeter minimiert und das soziale Umfeld bilden die Nachbarn. Blumengießen, Hängematte, Videokonferenz, Laubbläser – Alltag. Schön, wenn es dabei so bunte Figuren zu sehen gibt, wie in diesem Fall: Im Erdgeschoss wohnt die lebensfrohe Esoterikerin (Heike Wittlieb) mit ihrer Tochter (Anna Fechner), darüber ein pensionierter Pädagoge (Jörg Sabrowski) und ein junger Mann mit Geheimnis (Sander de Jong). Außerdem eine frankophile Studentin (Lisa Schmalz) und eine taffe Agenturchefin im Homeoffice (Fenja Schneider). Alle können sehr gut singen – das findet man nicht in jedem Hinterhof. Hinzu kommt noch Isaak Thiesen als Lieferjunge, Blumenbote oder Hausmeister.
Die Nachbarn durchleben die Zeit Lied für Lied. Hier zeigt sich wie vielfältig deutsches und internationales Liedgut ist – denn jede Situation lässt sich einigermaßen passend vertonen. Sogar die Mülltrennung funktioniert und wird zum Running Gag, wenn der pedantische Pädagoge mit einem „Da, da, da“ (Trio) darauf achtet, dass die Nachbarn alles richtig machen. Erstaunlich, wie gut sich viele Lieder in eine Pandemie-Version umwandeln lassen: So wird Reinhard Meys „Ein Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars“ kurzerhand zum Klagelied, wenn es darum geht, sich um Soforthilfe zu um bemühen. Gefühlt gab es für diese deutliche Kritik am System den meisten Applaus.

SHZ - Sven Bohde

Kollektive Begeisterung (24.08.2020)

Kann man aus den Themen Corona-Pandemie und Lockdown ein theatertaugliches Stück entwickeln? Man kann. Das Produktionsteam im Kieler Opernhaus beweist es mit seinem neuen szenisch-musikalischen Unterhaltungsprogramm. Es trägt den beziehungsreichen Titel „Balkonien“ und führt im Untertitel die fast amtliche Bezeichnung „Ein Hinterhof-Liederabend in kontaktbeschränkten Zeiten“. Hygienemäßig soweit alles in Ordnung, allerdings kam im vorschriftsmäßig gelichteten Zuschauerraum nach der Premiere verbreitet kollektive Begeisterung auf.

Hansen & Munk - Christoph Munk