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»Bin Freund, und komme nicht, zu strafen«

Streichquartette von Mozart, Schubert und Schostakowitsch

Das Kieler Streichquartett, Nora Piske und Rie Goji (Violine), Sarah Pape (Viola) und Volker Bohnsack (Violoncello), im 1. Foyer des Opernhauses Wolfgang Amadeus Mozarts »Dissonanzenquartett« (KV 465), Franz Schuberts »Der Tod und das Mädchen« sowie das Quartett Nr. 7 von Dmitri Schostakowitsch.

Mozarts »Dissonanzenquartett« erhielt seinen Beinamen durch die extremen chromatischen Vorhalte in der Einleitung. Wie Hörgewohnheiten sich verändern! Seinerzeit nahmen gestrenge Zeitgenossen genau an dem  Anstoß, was heute als »besonders« und besonders schön empfun­den wird …
»Bin Freund, und komme nicht, zu strafen. Sei guten Muts! Ich bin nicht wild, sollst sanft in meinen Armen schlafen!« Schubert vertonte zunächst das Gedicht von Matthias Claudius, bevor er dessen Melodie acht Jahre später in seinem Quartett wieder aufgriff.
Schostakowitschs 7. Quartett führt durch Verzweiflung, Wut und Trauer zu melancholischer Heiterkeit.  Vielleicht kann ein Streichquartett auch Trauerarbeit leisten, denn Schostakowitsch widmete das Quartett aus dem Jahre 1960 seiner sechs Jahre zuvor verstorbenen ersten Frau.