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Herman Haller und Rideamus
Eduard Künneke

Operetten-Gala: Der Vetter aus Dingsda

Operette in drei Akten - konzertante Fassung -, ca. 90 Minuten

Die Oper Kiel meldet sich nach Lockdown und Wasserschaden mit einer konzertanten Fassung des Operettenhits »Der Vetter aus Dingsda« zurück!

»Strahlender Mond, der am Himmelszelt wohnt, nachts  zu dir steigen auf meine Lieder …«
Die junge Erbin Julia de Weert steht kurz vor ihrer Volljährigkeit, mit der sie endlich eigenständig über ihr großes Vermögen verfügen darf – zum Leidwesen ihres Vormunds Onkel Josse und ihrer Tante Wimpel, die dann das schöne Leben in Julias großer Villa aufgeben müssen. Deshalb will Josse Julia mit seinem Neffen August Kuhbrot verkuppeln, damit »das Geld wenigstens in der Familie bleibt«. Aber Julia schwärmt nur für ihren Vetter Roderich, der vor sieben Jahren nach Batavia auf Java aufgebrochen ist und seitdem nichts mehr von sich hat hören lassen. Trotzdem sendet Julia jeden Abend ihre Liebesschwüre hinauf zum Mond, der als Bote für Roderich im fernen … »Dingsda« dienen soll, wie Onkel Josse das ihm fremde Land betitelt. Eines Tages taucht ein Fremder in der Villa auf, der entweder Josses Neffe August, oder aber Roderich sein könnte …

100 Jahre nach ihrer Uraufführung kommt die Berliner Erfolgsoperette »Der Vetter aus Dingsda« zurück nach Kiel – in ungewohnter Form: Erleben Sie mit uns die Hit-Operette von Eduard Künneke als exklusive Gala mit einer etwas anderen Form von Moderation. Lassen Sie sich überraschen ... Das gesamte Ensemble der Oper Kiel freut sich, nach dem Lockdown für Sie endlich wieder singen zu dürfen und stürzt sich mit großer Freude auf Künnekes eingängige Melodien, von »Ich bin nur ein armer Wandergesell« bis zu »Sieben Jahre lebt‘ ich in Batavia«.

Verlagsrechte Dreiklang-Dreimasken Verlag GmbH Berlin vertreten durch G. Ricordi & Co., Bühnen- und Musikverlag GmbH, Berlin.

Aufgrund der unsteten Situation durch die Corona-Pandemie veröffentlichen wir die Spieltermine kurzfristig.

Pressestimmen

Voller Energie und Aufführungslust (22.04.2021)

Aber das endlich wieder real sichtbare Ensemble des Kieler Theaters, im Corona-Modellprojekt der Landesregierung auf ein maximal 150-köpfiges, durchgetestetes Publikum losgelassen, steckt spürbar voller Energie und Aufführungslust.
Just 100 Jahre ist außerdem der Gegenstand jung: Eduard Künnekes Berliner Meisterwerk "Der Vetter aus Dingsda". Es wird von den Philharmonikern unter Generalmusikdirektor Benjamin Reiners mit angemessen frechem Schwung und viel betörender Schwelgerei serviert. [...]

Verstärkt wird die heutige Perspektive durch einen hübschen Kniff, der zudem auch zum anregenden Vergleich der Stimmen einlädt: Die Frauenfiguren sind mehrfach besetzt und zeigen in den interaktiv aufgeteilten Arietten und Ensembles reiche Facetten der Weiblichkeit. Vigdis Bergitte Unsgard und Agnieszka Hauzer lassen die begehrte Julia imposant erstrahlen; Heike Wittlieb und Mengqi Zhang zwitschern sich vergnüglich durch die Partie(n) ihrer Freundin Hannchen. Sogar Tante Wilhelmine ist mezzofarbenreich und mit Haaren auf den Zähnen durch Tatia Jibladze und Maria Gulik verdoppelt.

Die Männer sind dagegen zur eher tumben Eindimensionalität verdammt, auch wenn sie noch so schön singen. Die beiden „Fremden“ sind als hoffnungslos verblendete Schwärmer mit Michael Müller-Kasztelan und Fred Hoffmann optimal besetzt. Jörg Sabrowski poltert köstlich als Onkel Josse herum und der arme Egon, herrlich hilflos gemimt von Dirk Mestmacher, hat so gar keine Chance beim eigentlich starken Geschlecht.

Kieler Nachrichten - Christian Strehk

Klang und Operetten-Schmiss (22.04.2021)

Aus dem 43-köpfigen Orchester kommt schon so einiges an Klang und Operetten-Schmiss. Generalmusikdirektor Benjamin Reiners tänzelt sich dort unentwegt und frohgemut um die Synkopen herum durch die Schunkelstücke. [...]

Als Pointen-Meta-Ebene hat Regisseur Daniel Karasek das Personal um eine flottforsche 2021er-Musikpsychologin mit dem hübschen Namen Dr. Anne Waffel (Anne Rohde) ergänzt, die vor und nach jeder Künnecke-Portion sehr heutige Witze über zeitlos schönes Beziehungsgedöns und den akuten Vorona-Blues dazugibt.

Hamburger Abendblatt - Joachim Mischke