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Sergej Prokofjew nach Wsewolod Meyerhold
Sergej Prokofjew

Die Liebe zu den drei Orangen

Oper in deutscher Sprache; Deutsch von Werner Hintze

Eine Oper, verrückt wie ein Kinderspiel: Beginnend mit der Diskussion, welche Form von Theater wir haben wollen, erzählt »Die Liebe zu den drei Orangen« ein gleichnamiges Märchen aus mediterranen Landen. In einem Königreich herrscht Aufregung, weil der Thronerbe und Prinz von einer unheilbaren Melancholie befallen ist. Schon machen sich seine Cousine Clarice und Ministerpräsident Léandre Hoffnungen auf die Macht, unterstützt von der Fee Morgana. Für die Seite des Prinzen aber streitet der Zauberer Celio. Nur durch befreiendes Lachen kann der Prinz kuriert werden, aber alle Unterhaltungsversuche des Spaßmachers Truffaldino scheitern. Bis der Zufall und ein Missgeschick Morganas das Unmögliche erreichen: Der Prinz lacht! Aus Rache verflucht ihn Morgana: Ruhelos soll er in Liebe zu drei Orangen entbrennen und nicht eher zufrieden sein, bis er die Orangen gefunden hat.

Uraufgeführt 1921 in Chicago, zählt Prokofjews »Liebe zu den drei Orangen« aufgrund ihres anarchischen Witzes und der hinreißend spielerischen Musik zu den unterhaltsamsten Opernkompositionen des 20. Jahrhunderts. Die Fülle an Einfällen und unvorhersehbaren Wendungen, die der Commedia-dell’arte-Vorlage von Carlo Gozzi in der Bearbeitung des russischen Theateravantgardisten Wsewolod Meyerhold entspringt, hat Prokofjew zu einer seiner schillerndsten Partituren inspiriert. Mit Regisseur Dirk Schmeding und Ausstatter Pascal Seibicke geben zwei der kreativsten Köpfe der jüngeren Theatergeneration mit diesem unverhohlenen Bekenntnis zur Kraft des Theaters in hoffentlich post-pandemischen Zeiten ihr Kiel-Debüt.

Premiere: 18. September 2021

Aktuell disponieren wir die Spieltermine monatlich, sie werden immer am letzten Dienstag eines Monats für den übernächsten Monat im Leporello veröffentlicht.