Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Songtexte von Ira Gershwin; Buch von Craig Lucas
George Gershwin

Ein Amerikaner in Paris

Deutsche Erstaufführung; Songs in englischer, Dialoge in deutscher Sprache
Spielstätte: Opernhaus
Mi18.12.18:00BesetzungRestkarten
So22.12.19:00BesetzungRestkarten
Di31.12.16:00BesetzungKarten
Di31.12.20:00BesetzungKarten
Fr10.01.19:30Karten
Sa18.01.19:30Karten
So02.02.18:00Karten
Sa29.02.19:30Karten
+ Weitere Termine anzeigen

Paris, 1945: Der amerikanische Maler Jerry Mulligan bleibt nach seinem Militärdienst in der französischen Hauptstadt, um sich als Künstler zu erproben. Er lernt seinen Landsmann, den Komponist Adam Hochberg und dessen Freund Henri Baurel kennen, Sohn reicher Pariser Unternehmer mit dem geheimen Traum von einer Karriere als Jazzsänger. Wie es die Musicalgötter wollen, verlieben sich Adam und Jerry in dasselbe, unwiderstehlich reizende Mädchen: Lise Dassin, die als Waise bei den Baurels lebt und von diesen quasi als Schwiegertochter betrachtet wird.  Lise steht vor der schweren Entscheidung, welchem ihrer Verehrer sie ihre Liebe schenkt, denn Herz und Verstand, Pflicht und Neigung gehen unterschiedliche Wege…

Erst 2014 fand eines der legendärsten Hollywood-Musicals mit der großartigen Musik George Gershwins den Weg auf die Theaterbretter: »An American in Paris«, der mit Preisen überschüttete Tanzfilm mit Gene Kelly und Leslie Caron von 1951, verzauberte auf der Bühne, angereichert mit einem Best Of der genialsten Gershwin-Songs, sowohl das Pariser Publikum als auch den Broadway und das Londoner West End. Nun eröffnet das vor hinreißenden Tanzszenen nur so strotzende Werk mit einem exklusiven Cast aus Musical-Profis in der Inszenierung von Choreografin Ricarda Regina Ludigkeit die neue Spielzeit im Opernhaus.

Premiere: 28. September 2019

Spieldauer: 2 Stunden und 30 Minuten, inklusive einer Pause

Audio

Werkeinführung in 2 Minuten: »Ein Amerikaner in Paris«

Ab dem 28. September im Opernhaus

Pressestimmen

In die Herzen des Publikums (26.09.2019)

Und nun findet der singende und tanzende Ex-GI und hoffnungsvolle Maler direkt in die Herzen des Kieler Publikums – dank einer zündenden Inszenierung von Ricarda Regina Ludigkeit und dem begeisternden Dirigat von Daniel Carlberg. […] Regisseurin Ricarda Regina Ludigkeit profitiert genussvoll vom Zauber dieser Räume. Denn hier kann sie mit lässiger Eleganz Szene auf Szene vorüber gleiten lassen, ohne den Atem zu verlieren. Sie versetzt ihre tadellos singenden Akteure in jene genretypische Attitüde des pointierten, aber dezenten Overactings, impft ihnen jene kleine Dosis geschärfter Übertreibung, die Tempo garantiert ohne Deutlichkeit zu riskieren. Nicht nur das Liebespaar Lise (Lynsey Reid) und Jerry (Peter Lesiak) wirkt anrührend belebt, sondern auch die Nebenfiguren erscheinen als markante Charaktere: Komponist Adam (Hermann Bedke), Sänger Henri (Sascha Stead) und die vermögende Milo (Léonie Thoms Salfeld). […] Daniel Carlberg beweist mit seinem Dirigat, dass er Gershwin kann. Mit seinem, durch etliche Instrumental-Fachkräfte verstärkten Philharmonisches Orchester erfüllt er alle  Wünsche. Sinfonisch geprägte Spannung, dynamische Beweglichkeit,  energische Jazz-Akzente beherrschen die hellwachen Musiker ebenso wie die einfühlsame Begleitung der heiklen, immer feinnervig untermalten Songs.

Hansen & Munk - Christoph Munk

Best of Gershwin (26.09.2019)

Das Theater Kiel hat davon tatsächlich die Deutsche Erstaufführung an Land gezogen – und glänzt mit einer sehr charmanten, reich bejubelten Premiere. In ihr reißen zwar allemal auch Broadway-taugliche Showtableaus mit Steptanz-Lines und allerlei Synchrongewirbel mit. Vor allem aber sind die starken, gegenüber dem Film noch vermehrten George- und Ira-Gershwin-Songs organisch eingebunden. Dass sich entsprechend I got rhythm-Impulse, aber auch Nonchalance und Melancholie breit machen, liegt einerseits an der mal genießerisch, mal cool pulsierenden Philharmoniker-Kapelle unter der spürbar animierenden Leitung von Daniel Carlberg. Mit zusätzlich präsenten Akkordeonklängen wird noch eine Prise Musette und Chanson beigemischt.

Zudem gelingt es der Choreografin und Regisseurin Ricarda Regina Ludigkeit, hellhörig mit der Musik mitzuatmen. Die Bühne von Hans Kudlich wandelt im Handumdrehen mit rollenden und hängenden Elementen die Szene. Und ähnlich wie die Kostüme von Gabriele Heimann sorgen riesige Nachkriegsfotos unter dem Eiffelturm-Bogen für Nostalgiegefühle aus der Seine-Metropole.

Kieler Nachrichten - Christian Strehk

Stehende Ovationen (30.09.2019)

Sie singen, spielen und tanzen sich wahrlich die Seele aus dem Leib und das Premierenpublikum dankte es ihnen mit stehenden Ovationen: »Ein Amerikaner in Paris«, legendär geworden durch Gene Kelly, der den Film von 1951 als Choreograf und Tänzer maßgeblich prägte, feierte am Sonnabend Premiere im Kieler Opernhaus. [...] Mit Sinn für effektvolle Gruppenbilder sorgt Choreografin Ludigkeit für rasante Wechsel zwischen klassisch angehauchten Duetten und Ensembleszenen in moderner Bewegungssprache. Und immer wieder wird gesteppt, was das Zeug hält – beseelt vom Geist der 50er Jahre. Dazu passen die schwingenden Kleider der Damen (Kostüme: Gabriele Heimann) und die Bühne, die Hans Kudlich unter anderem durch fotografische Projektionen vom Paris der Nachkriegszeit atmosphärisch auf den Punkt bringt. Eine runde Sache.

SHZ - Sabine Christiane

Zauberhaft leichtfüßig (14.11.2019)

In der Regie und Choreografie von Ricarda Regina Ludigkeit und mit Daniel Carlberg am Pult wurden das Ensemble und die Solisten zu »Stars« und fingen zu »strahlen« an. Atmosphärisch »fliegen« die Bilder als Videoprojektionen herein. Mit Kulissenteilen aus dem Schnürboden und choreografisch bewegten fahrbaren Möbeln gehen die Szenen fließend ineinander über (Bühnenbild: Hans Kudlich). [...]

Am Pult brachte Daniel Carlberg mit dem Philharmonischen Orchester Kiel den Kosmos von George Gershwin zum Klingen! Ein glücklich lebender Beweis gegen den allgemeinen Musicaltrend, die Orchestergröße zu reduzieren. Es fetzt rhythmisch, bewegt emotional und lässt uns schwelgen in »Rhapsody In Blue«-Anklängen und virtuosen Klavier-Soli. Es reißt uns bei rhythmischen Stepp-Nummern und Showacts von den Stühlen, begeistert in allen Disziplinen des Bühnentanzes bis hin zum klassischen Ballett. eine großartige Leistung von Solisten und Ensemble – und der Choreografin! [...]

Ein zauberhaft leichtfüßiges Musical, wie es kaum noch zu sehen ist. Und eine Hommage an George Gershwin.

musicals - Hartmut H. Forche