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Maya Arad Yasur

Gott wartet an der Haltestelle

Spielstätte: Studio im Schauspielhaus
So 23.01.

Ein Grenzposten am Gazastreifen. Zwei junge Frauen stehen einander unvermittelt gegenüber: Die palästinensische Krankenschwester Amal und die israelische Soldatin Yael. Amals Vater ist tot. Er konnte dringend benötigte Medikamente nicht bekommen. Die Familie hat keinen Passierschein, da Amals Bruder als Terrorverdächtiger erschossen worden ist. Yael hat Mitleid und lässt Amal passieren. Haifa. Wenig später. Ein Restaurant. Eine Bombe. 30 Menschen sterben. Wer trägt die Schuld an diesem Selbstmordattentat? Yael, die Amal die Grenze überqueren ließ? Der Taxifahrer, der Amal ins Restaurant brachte? Die israelische Besatzungspolitik, die den Tod von Amals Vater mitverschuldete? Der Machismo in der israelischen Armee, der Yael unter Druck setzte? Die Lebensbedingungen Amals in einem palästinensischen Flüchtlingslager?


Aus den Splittern, die der Anschlag hinterlassen hat, setzen sich in Vor- und Rückblenden allmählich die Hintergründe und Widersprüche der Tat zusammen – ein Sinnbild der Gewaltspirale im Nahen Osten und die sich daraus ergebende, drängende Frage, was aus normalen Menschen Terrorist*innen macht. Mit »Gott wartet an der Haltestelle« kommt nach dem großen Erfolg von »Amsterdam« ein weiteres Stück der israelischen Autorin Maya Arad Yasur auf die Studiobühne.

Premiere: 23. Januar 2022

Aktuell disponieren wir die Spieltermine monatlich, sie werden immer am letzten Dienstag eines Monats für den übernächsten Monat im Leporello veröffentlicht.