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Antonio Ghislanzoni, Antoine Mariette, Camille du Locle
Giuseppe Verdi

Sommertheater 2019 - AIDA

Open Air auf dem Rathausplatz

Die Sommeroper ist wieder da! Ab 24. August 2019 marschieren die siegreichen Ägypter aus Giuseppe Verdis »Aida« über den Rathausplatz. Zwischen Triumphmarsch und »Celeste Aida«, überwältigenden Massenszenen und intimem Liebesdrama entspinnt sich in Giuseppe Verdis drittletzter Oper eine raffinierte und effektvolle Mischung aus repräsentativer Festoper und psychologischem Kammerspiel. Der immer noch hörbare kämpferische Ton des jungen Verdi weicht in späteren Jahren zunehmender Verinnerlichung, zur letzten Hoffnung des zentralen Liebespaares wird das Jenseits: »Addio terra«.

»Aida«, das heißt Blockbuster-Kino im Opernformat. Rasende Leidenschaft trifft auf brutale Politik, faszinierende Historie auf menschliches Drama, spektakuläres Musiktheater auf mitreißende Ohrwürmer. Lassen Sie sich in einer Kieler Sommernacht mit in die ägyptische Wüste der Pharaonenzeit entführen und erleben Sie Verdis »Aida«, die bis heute auf der ganzen Welt Millionen Zuschauer durch ihre emotionale und musikalische Bandbreite begeistert!

Als erstes Kieler Dirigat unseres neuen Generalmusikdirektors Benjamin Reiners wird »Aida« inszeniert von Generalintendant Daniel Karasek, gesungen von einem hochkarätigen internationalen Ensemble sowie dem Opern- und Extrachor der Oper Kiel und tänzerisch vom Ballett Kiel ausgestaltet, choreografiert von Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko.

»Aida« verspricht das Sommerereignis in Kiel 2019 zu werden!

 

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren für die Unterstützung.

Pressestimmen

Eifersuchtsdrama, in Gold gefasst (26.08.2019)

Das moderne Märchen am Nilufer wird dann vor allem von Claudia Spielmanns Kostümen in Tausend-und-zwei-Nächte-Atmosphäre getaucht: Zwischen den uniformierten Kriegern zaubert sie mit historisierendem Pomp, maskierten Priestern in wehendem Weiß, stilisierten ägyptischen Fabelwesen, mit edlen Roben, viel Gold und starken orientalischen Farbakzenten. […]
Cristina Melis gibt eine herrlich herbe Amneris, die in Stimme und Gehabe die Verstellung übt und die Mezzosopran-Krallen ausfährt. […] Verdi stattet die Titelpartie mit verführerischer Gesangskunst aus. Allerdings muss man das dann auch so frei und vielfarbig, so mutig singen und verkörpern können wie Veronika Dzhioeva, die ihren in gleißender Höhe (Nil-Arie!) wie bestürzter Tiefe gleichermaßen betörenden Sopran auf allerhöchstem Niveau führt. Auch der aalglatte Vorzeigefeldherr Radames, szenisch etwas statisches Zielobjekt der weiblichen Leidenschaften, bringt solche hervorragenden Belcanto-Fähigkeiten mit. Den maximal heiklen Arien-Einstieg „Celeste Aida …“ oder die finalen Minuten hört man kaum einmal so partiturgetreu im bis zu vierfachen Pianissimo „dolcissimo“ wie hier. […] Aus dem separierten Zelt heraus, aber ganz ohne Wackelkontakte mit Solisten und dem von Lam Tran Dinh souverän einstudierten Chor gelingt dem neuen GMD so ein Verdi-Einstand par excellence.

Kieler Nachrichten - Christian Strehk

Spektakel unterm Sternenhimmel (26.08.2019)

Zur einsetzenden Orchestermusik der Kieler Philharmoniker – Benjamin Reiners hatte seinen am Ende gefeierten ersten großen Auftritt als neuer Generalmusikdirektor – machen sich zwei Fensterputzer in roten Overalls an der gläsernen Pyramide zu schaffen, die Bühnenbildner Lars Peter im Zentrum der Spielfläche platziert hat. [...] Opulent und bildmächtig ist das Spiel, das Regisseur Karasek seinem Publikum während des gut dreistündigen Abends präsentiert und das getragen wird von den brillanten Stimmen seiner Hauptakteure. Gefühlvoll und zart umschmeichelt der Tenor von Sung Kyu Park alias Radames das Ohr, wenn er im ersten Akt seine Liebe zu Aida beschwört („Celeste Aida“). In der Titelrolle lässt Veronika Dzhioeva ihren Sopran in schwindelnden Höhen glänzen und die innere Zerrissenheit ihrer Figur spürbar werden. Als Aidas Rivalin Amneris überzeugt Mezzosopranistin Cristina Melis, die Temperament und Dramatik nicht nur in ihren Gesang zu legen vermag. [...] Die Siegesfeier mit Pyrotechnik und Feuer-Fontänen, in der auch das Kieler Ballett einen kurzen, neckischen Auftritt hat, bildet den optischen Höhepunkt der Inszenierung. Nach der Pause lenkt der zweite Teil mit einfühlsam präsentierten Arien den Fokus auf die Tragödie der Liebenden – und auf Verdis wunderbare Musik. Das Publikum bedankte sich am Ende stehend mit herzlichem Applaus.

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung - Sabine Christiani