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Rudolf Lothar
Eugen d'Albert

Tiefland

mit Übertiteln

»Sein bin ich, sein! Sein Eigentum! Jetzt und immer! … ich komm nicht los von ihm.« Die Tänzerin Martha lebt in Abhängigkeit von Großgrundbesitzer Don Sebastiano, der seine Geliebte nun mit dem Schafhirten Pedro zwangsverheiratet, um selbst einer besseren Partie würdig zu sein. Martha versucht, sich gegen die Hochzeit zu wehren, aber dem Willen Sebastianos ist im »Tiefland« alles untertan. Erst allmählich erkennt auch der naive Pedro die wahre Natur seines Gönners ...

Nach dem katalanischen Schauspiel »Terra baixa« von Àngel Guimerà schrieb Eugen d‘Albert 1903 die veristische Oper »Tiefland«, die zu einem der größten Opernerfolge des frühen 20. Jahrhunderts wurde. Auch Adolf Hitler zählte sie zu seinen Lieblingswerken, und seine Begeisterung resultierte unter anderem in einer Verfilmung des Opernstoffs durch die künstlerische Propagandistin des Dritten Reichs, Leni Riefenstahl. Regisseur Martin G. Berger, einer der vielseitigsten Regisseure der jüngeren Generation, der 2020 den FAUST-Theaterpreis für seine Inszenierung der Strauss-Oper »Ariadne auf Naxos« gewonnen hat, wird das Werk auch auf diese spezielle Rezeptionsgeschichte hin psychologisch durchleuchten.