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3. Philharmonisches Konzert

NÄHE UND FERNE, ca. 75 Minuten (keine Pause)
So22.11.11:00
So22.11.17:00
Mo23.11.19:30
Di24.11.19:30

Sonntag, 22.11.2020 | 11.00 Uhr | Kieler Schloss | 17.00 Uhr | Kieler Schloss
Montag, 23.11.2020 | 19.30 Uhr | Kieler Schloss
Dienstag, 24.11.2020 | 19.30 Uhr | Kieler Schloss

Der freie Vorverkauf für diese Konzerte beginnt am 5. November.

NÄHE UND FERNE

Jessie Montgomery (*1981)
»Strum« für Streichorchester (Deutsche Erstaufführung) 
»Starburst« für Streichorchester (Deutsche EA) 

Tōru Takemitsu (1930–1996)
»Garden Rain« für Blechbläser

Max Bruch (1838–1920)
Serenade nach schwedischen Melodien für Streichorchester c-Moll op. posthum

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Solist Fabian Müller (Klavier)
Dirigent Benjamin Reiners

Das Programm des dritten Philharmonischen Konzerts entstand in einem Master-Seminar zusammen mit Studierenden der Musikwissenschaft an der Universität Kiel während der Corona-Zeit im Sommersemester 2020. Die durch die strengen Kontaktbeschränkungen bedingte Distanz konnte auf digitalem Wege überbrückt werden – so auch in unserem Kurs, der ausschließlich via Videokonferenz realisiert wurde. Genau diese Schneise zwischen Nähe und Ferne begleitet sowohl im musikalischen, als auch im zeitlichen und geografischen Sinn durch das Konzertprogramm. Die lebensfrohe, von markanten Rhythmen, Improvisation und Tradition geprägte Streichermusik der jungen US-amerikanischen Komponistin Jessie Montgomery macht den Auftakt, bevor in Toru Takemitsus Bläserstück »Garden Rain«
ein kurzer Ruhepunkt erreicht wird. Max Bruchs Serenade bestimmen tänzerisch-sehnsüchtige Weisen und skandinavisches Flair, während Artist in Residence Fabian Müller mit Beethovens 3. Klavierkonzert an die Schwelle von Wiener Klassik und Romantik führt. Beethovens c-Moll-Konzert ist das dritte seiner fünf Klavierkonzerte und bildet auch musikalisch die Mittelachse in diesem Werkblock. Denn stärker als in den ersten beiden Klavierkonzerten löst Beethoven sich darin von tradierten Formen. Das Klavier ist nicht hauptsächlich der virtuose Protagonist, vielmehr finden Solist und Ensemble auf einer neuen Ebene zueinander. Damit gelang Beethoven in seinem einzigen Moll-Klavierkonzert der Durchbruch zu seinem individuellen, vom sinfonischen Grundgedanken geprägten Stil, den er in seinen letzten beiden Klavierkonzerten noch weiterführte.