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Bertolt Brecht / Kurt Weill

Die Dreigroschenoper

Spielstätte: Schauspielhaus
Do23.01.

Die Halbwelt von London, Heimat der Diebe, Huren und Bettler. Deren ungekrönter König ist Peachum. Er macht guten Gewinn mit dem Mitleid der Leute, indem er die Armen der Stadt  zu bedauernswerten Krüppeln ausstaffiert und dafür einen Großteil des so erbettelten Geldes kassiert. Die zweite Größe im zwielichtigen Milieu ist der Gangster Macheath, Mackie Messer genannt. Der großmäulige Frauenheld ist unter den freundlich zugekniffenen Augen des korrupten Polizeichefs Brown zu einer veritablen Unterweltgröße aufgestiegen. Unglücklicherweise findet Mackie Gefallen an Peachums Tochter Polly, die ihn heiß und innig liebt. Beide schließen heimlich den Bund fürs Leben. Als Peachum von der Heirat erfährt, kommt es zum erbitterten Kampf zwischen den beiden Konkurrenten: Erpressung, Bestechung und Denunziationen sollen Peachums Geschäft und Polly vermeintliche Jungfräulichkeit retten. Am Schluss landet Mackie am Galgen, doch der Mond über Soho scheint weiterhin hell über seinem Haupt…  

Von »Und der Haifisch, der hat Zähne« bis zum »Schiff mit acht Segeln« – Ohrwurmzeilen aus den berühmten Liedern, die längst zu Klassikern avanciert sind.  Zum 90jährigen Jubiläum der »Dreigroschenoper« kommt der Brecht/Weill-Geniestreich wieder nach Kiel.   

Premiere 6./7. Oktober 2018 (Großes Haus)

Audio

Werkeinführung in zwei Minuten: »Die Dreigroschenoper«

Ab dem 6. Oktober 2018 im Schauspielhaus

Pressestimmen

Brecht im Seifenoper-Format (08.10.2018)

Die Regisseurin erzählt Brechts Lehrstück im Seifenoper-Format, lässt familienzoff im Hause Peachum spielen und romantische Liebe, wenn Polly (mutwillig naiv: Jennifer Böhm) und Mackie (passgenau draufgängerisch: Marko Gebbert) am improvisierten Hochzeitsbankett im Kuss versinken. Es gibt einen veritablen Zickenkrieg zwischen Polly und Lucy (hübsch kratzbürstig: Olga von Luckwald), die beide ihre Rechte auf den Womanizer anmelden. [...]

So dreht der Comedy-Faktor hoch und im zweiten Teil durch. Schräg, aber nicht bissig, ruppig, aber nicht böse. Die Schauspieler treten dazu an die Rampe, die Bühnenbildnerin Iris Kraft als Showbrücke bis ans Publikum gebaut hat, und spielen V-Effekt. Unter schön schlimmen Perücken und im trashigen Outfit (Kostüme: Barbara Aigner) vom Glamrocket-Plateau (Peachum) über den Salonlöwen (Macheath) bis ins Blue-Tone-London der 80er.


Kieler Nachrichten - Ruth Bender