Navigation und Service

Inhalte ausblenden Inhalte dimmen
Konzert

Dirk Schäfer singt: TangO. und Piaf!

mit Trio Total
So23.02.19:00Karten

Tango trifft Piaf! – Ring frei für Vian, Piazzolla, Gardel, Lapointe, und neue Tangos aus Frankreich, (von Dirk Schäfer und Geneviève Nerlich) neu ins Deutsche übertragen. Ein Abend über Führen und Verführen, ein Blick auf das, was uns trennt und ein Versuch über die Liebe.

Jedes Lied legt dabei eine Facette einer Begegnung zwischen Mann und Frau frei, entwirft das Bild eines Tango tanzenden Paares, das sich sucht, provoziert, verletzt, hingibt, vernichtet und neu erschafft.

Gesang Dirk Schäfer | Akkordeon Karsten Schnack | Kontrabass Wolfram Weyand | Geige Ingo Hirsekorn

Konzeption und Regie Dirk Schäfer | Co-Regie Ellen Dorn | Musikalische Leitung Karsten Schnack
 

Hier den Trailer schauen
 

Pressestimmen

Kieler Nachrichten (02.02.2019)

»Schäfers drittes Chansonprogramm geht wiederum eigenwillige Wege, auf denen er das Original nicht kopiert, sondern neu erfindet. Als spreche das Chanson von seinen Anfängen in einem Lebensgefühl der Verlorenheit – oder sagen wir's Sartresch: "Geworfenheit", aus einer wilden Traurigkeit am Leben. Wohl gemerkt: in einer anderen als seiner ursprünglichen Sprache, nämlich Deutsch. Den Übersetzungen, genauer: Nachdichtungen, von Schäfer und Geneviève Granier-Nerlich muss man ein ganz großes Lob aussprechen. Nicht nur wegen der intelligenten Wortspiele, überraschenden Wendungen, der Fähigkeit, den Slang der melancholiegetränkten Gosse ins Hymnisch-Elegische zu steigern. Auch und gerade, weil die Piaf und der Tango damit mehr werden als der Tango und die Piaf, nämlich etwas allgemein Menschliches, trotz allen existenzialistischen Zeitkolorits Überzeitliches, ja, zu einer »Religio«. Auch wenn es sich Schäfer in der Coda nicht nehmen lässt, seine Stimme ganz groß zu machen, was Szenen-Bravos und Mitklatschreflexe beim Publikum auslöst. [..] Wo mancher Schauspieler, der jetzt auch in Chanson macht, lieber bei seinem Leisten geblieben wäre, befruchten sich bei Schäfer das stets auf die Allmacht der Sprache konzentrierte Gesangstalent und die sich der Liedstimmung unterordnende Schauspielerei zu einem wirklichen Gesamtkunstwerk. Ja, man möchte meinen, das Chanson wie der Tango kommen in solcher Darstellungspraxis erst wirklich zu sich, entfalten erst hier ihre ganze – verzweifelte und also kreative – Kraft. Die sprichwörtliche Melancholie des Tangos dabei mit den aus selbem Geist gespeisten Chansons der Piaf zu verbinden, den Dreivierteltakt des Weltschmerzwalzers mit den abgründigen Vierern der Milonga zu vereinen – auch das nennen wir jetzt einfach mal genial. Dafür gibt's Szenenapplaus en masse und stehende Ovationen von einem Publikum, das auch nach drei Zugaben davon nicht genug hat. Ein Abend, der noch kultiger werden könnte als Dirk Schäfers Hommage an Jacques Brel.«

 

_________________________________________

Holsteinischer Courier (12.05.2011)


»Die Besucher erlebten am Sonntagabend im Theater einen mitreißenden und hintergründigen Interpreten. Vom ersten Auftritt als »Ein Harter, ein Echter, ein Tätowierter« bis zum ganz sanften Abschiedslied nahm Dirk Schäfer das Publikum für sich ein., begleitet von den ambitionierten Musikern des Trio Total , dem auch die Instrumentalstücke „Ironia del salon“(Luis Borda) und „La muerte del angel“ (Astor Piazzola) hervorragend gelangen. Das Trio besteht aus Karsten Schnack, musikalischer Leiter und virtuoser „L´Accordeoniste“, Ingo Hirsekorn an der herrlich schnulzenden und »quietschenden« Violine und dem zuverlässigen Wolfram Nerlich am Kontrabass.Das Thema des Abends und der Untertitel des Programms versprachen „einen Abend über Führen und Verführen und einen Versuch über Liebe“. Schäfer löste dieses Versprechen ein: Er verführte mit intelligenten, provozierenden, neuen Texten in deutscher Sprache (einfühlsam, witzig, tiefgründig und böse von ihm und Geneviève Granier-Nerlich „nachgedichtet“). Verführerisch auch seine Körpersprache und die nuancenreiche Sprech- und Singstimme. Sicheres Timing und Tempo gaben jeder Nummer eine eigene Atmosphäre. Schäfer führte sein Publikum souverän und fesselnd von Nummer zu Nummer und verknüpfte sie mit amüsanten und sanften oder ekstatischen und anzüglichen Übergängen. Leichtzüngig und leichtfüßig präsentiere er machohafte, provokante, larmoyante, melancholische, zärtliche und gebrochene Typen in Geschichten, Balladen, Schnulzen und Gassenhauern. Er kniete sich in die verschiedensten Beziehungskisten, die alle irgendwie scheitern, hinein; er teilte Weltschmerz, Euphorie, Boshaftigkeit und bittere Ironie mit dem Publikum. Bekannt waren sie fast alle, die kleinen und großen Melodien, oft auch die Texte, und dennoch hörte man sie, weil so ungewohnt und gegen den Strich gebürstet, völlig neu. Begeisterter Applaus war der Dank.«

 

_________________________________________
 

Wiesbadener Tagblatt zum Auftritt bei den Internationalen Maifestspielen am Staatstheater Wiesbaden (17.07.2019)

»Lieder von der Straße, schräge, saftige, schrille Lieder, voller Melancholie und Morbidität. Zwei Stunden lang rasen und schlendern Dirk Schäfer und das sensationelle Trio Total über den Jahrmarkt des Leben [..] auf dem Karussell mit dabei sind skurrile Figuren wie der tätowierte Juan, der traurige Clown in der Zwangsjacke oder Johnny, der den Frauen wehtut [..] Schäfer spielt die ganz Palette [..] Bitter und zynisch, charmant und sinnlich, schmutzig und derb, aber auch voller Trauer. Wenn die Finger des Akkordeonisten zarte Geschichten erzählen, wenn die Geige schluchzt und säuselt, dann werden seine variationsreiche Stimme und sein Ausdruck leiser, weicher und nachdenklicher. Wehmut und Poesie durchziehen die zweite Hälfte des Abends [..] und es sind vor allem die Lieder der Piaf, ein behutsam tastendes »Milord«, ein brillantes »La Foule« oder eben »L´accordeoniste«, die nachhaltig berühren. [..] Das erinnert an seinen Brel-Abend im Großen Haus, mit dem er vor zwei Jahren hier einen großen Erfolg feierte. Und auch diesmal jubelt das Publikum Dirk Schäfer und seinen Musikern zu [..] »Heute Abend«, sagt eine Zuschauerin beim Herausgehen, »heute Abend fand ich Wiesbaden großstädtisch«. Und das in bestem Sinne.«